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Diese Stars starten auf Sand so richtig durch

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08.04.2021|10:40 Uhr|von Ronald Tenbusch
Diese Stars starten auf Sand so richtig durch

Es darf wieder gewühlt werden. Seit dieser Woche ist die Tour zurück auf Asche. Während das für einen Roger Federer in den vergangenen Jahren schon mal bedeutete, einen Schritt kürzerzutreten, drehen einige Spieler jetzt erst richtig auf. Für sie sind der April und der Mai eine gute Gelegenheit, um Punkte zu sammeln und nach Titeln zu greifen. Am liebsten bei den drei Masters-Turnieren in Monte Carlo, Madrid und Rom oder beim Höhepunkt der Sandplatzsaison, den French Open in Paris, die jüngst um eine Woche nach hinten verschoben wurdenden French Open in Paris, die jüngst um eine Woche nach hinten verschoben wurden.

Wie einst Guillermo Vilas, Thomas Muster oder "Guga" Kuerten fühlen sich einige Spieler vor allem dann wohl, wenn die Länge der Rutschspuren im Sand nur von der Länge der Ballwechsel überboten wird. Deshalb werden in dieser Aufzählung, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, bewusst jene Spieler übergangen, die wie ein Novak Djokovic oder ein Alexander Zverev auf allen Untergründen gleichermaßen hoch einzustufen sind. Vielmehr geht es um jene Spieler, die auf Sand in dieser Saison nochmal einen echten Boost erleben könnten. Oder ganz garantiert werden, siehe Legende "Rafa".

Die Etablierten

Rafael Nadal: Natürlich ist auch Nadal auf allen Oberflächen absolute Weltklasse. Aber auf Sand ist und bleibt er Extra-Weltklasse. Trotz aller Wehwehchen ist der Spanier auch in diesem Jahr der Mann, den es auf Sand zu schlagen gilt. Sein French-Open-Sieg 2020 ohne Satzverlust hat verdeutlicht, dass "Rafa" auf Asche noch immer auf Knopfdruck in den Unbezwingbar-Modus umschalten kann. Die Legende aus Manacor wird bei seinen ausgewählten Auftritten weiterhin die Benchmark für alle Kontrahenten bleiben.

Dominic Thiem: Keine Frage, die noch junge Saison ist für den amtierenden US-Open-Sieger bislang eine Enttäuschung. Ganz offensichtlich hat der 27-Jährige seinen grandiosen Erfolg von Flushing Meadows noch nicht ganz verdaut. Hinzu gesellen sich leichte körperliche Probleme. Für Monte Carlo sagte der Österreicher daher ab, um an der Form zu arbeiten und pünktlich zu den absoluten Sandplatz-Höhepunkten wieder angreifen zu können. Wer den zweimaligen French-Open-Finalisten nicht auf dem Schirm hat, macht einen großen Fehler. Zu welch großartigem Sandplatz-Tennis Thiem fähig ist, zeigt ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit.

Stefanos Tsitsipas: Klar, Tsitsipas ist kein Sandplatz-Spezialist im klassischen Sinne. Den Großteil seiner Erfolge feierte der Grieche auf Hardcourt und auch auf Rasen weiß sich der 22-Jährige zu bewegen. Dennoch ist der Weltranglisten-5. auch auf Asche eine echte Waffe und Anwärter auf Masters- und Grand-Slam-Erfolge. Nicht zuletzt sein Sieg gegen Rafa beim Masters in Madrid 2019 zeigt, dass Tsitsipas auch auf Asche jeden schlagen kann.

Die Aufstrebenden

Casper Ruud: Der junge Norweger gilt ohne Frage zu den aufstrebenden Kräften auf Asche. Im vergangenen Jahr konnte der 22-Jährige in Buenos Aires seinen ersten Tour-Titel gewinnen, scheiterte in Hamburg und beim Masters in Rom erst im Halbfinale. Beim Blick auf seine Vorhand ist es kein Wunder, dass Rafa Nadal seit Kindestagen sein Idol ist und sich seiner in der Nadal-Academy auch schon angenommen hat. Im ausgeglichensten Feld seit langer Zeit ist ein Masters-Finale dieses Jahr auf jeden Fall realistisch.

Diego Schwartzman: Dass der Argentinier Dauergast in den Top-10 der Weltrangliste ist, liegt vor allem an seinen herausragenden Leistungen auf Sand. Lange Zeit haftete dem 28-Jährigen der Ruf an, er könne gegen die ganz Großen der Tenniswelt nicht bestehen. Doch spätestens nach seinen Siegen über Nadal in Rom und Thiem in Paris kann davon keine Rede mehr sein. Startete mit einem Sieg in Buenos Aires gut in die laufende Sandplatzsaison und ist ohne Frage auch im weiteren Verlauf ein Anwärter auf Titel.

Andrej Rublev: Der "Most Improved Player" des vergangenen ATP-Jahres befindet sich weiter in Topform. Und es ist nicht zu erwarten, dass seine Leistungen auf Sand einen Abschwung erleben werden. Im vergangenen Jahr konnte der Hamburg-Sieger hinter Novak Djokovic und Rafael Nadal die drittbeste Gewinnquote aller Spieler auf Sand vorweisen (83,3 Prozent) – die Einladungsturniere, bei denen er ebenfalls stark performte, gar nicht eingerechnet. Vieles deutet darauf hin, dass der 23-jährige Russe auf Sand den nächsten Turbo zünden wird.


Die "Black Horses"

Cristian Garin: Weniger Spin, dafür Geradlinigkeit, Beinarbeit und keine echte Schwäche: Der Chilene ist auf Sand für jeden Gegner unangenehm zu spielen. Alle fünf Tour-Titel gewann die Nummer 20 der Welt auf Asche. Was Garin bislang noch fehlt, ist ein großer Auftritt bei einem Masters.

Lorenzo Musetti: Der Italiener verzückt derzeit seine Landsleute mit frechem und aggressivem Top-Tennis. Eine knallharte Vorhand und eine schicke einhändige Rückhand, gepaart mit jeder Menge Spielwitz sind die Waffen des 19-Jährigen. Schon 2020 sorgte Musetti auf Sand für Aufsehen. Erst bezwang er beim Masters in Rom Stan Wawrinka und Kei Nishikori, dann zog er auf Sardinien in sein erstes Halbfinale ein. Nach einem höchst erfolgreichen März (Halbfinale Acapulco, 3. Runde Miami) geht es nun zurück auf seinen Lieblingsbelag. Was das bedeuten kann, musste Dennis Novak in Runde eins in Cagliari erleben, als er von Musetti förmlich überrannt wurde. Der nächste italienische Sandplatz-Könner ist im Kommen.

Carlos Alcaraz: Wenn der Trainer Juan Carlos Ferrero heißt, sind die Voraussetzungen für einen guten Sandplatz-Spieler schon gut. Wenn der Spieler dann noch 17 Jahre jung ist und im vergangenen Jahr bereits drei Challenger-Turniere (Trieste, Barcelona, Alicante) gewinnen konnte, stehen die Vorzeichen auf Supertalent. Alcaraz bringt alles mit, was ein guter Sandplatz-Spieler braucht. Nun wird es darauf ankommen, sich auch bei den Pros durchzusetzen. Beim ATP-Turnier in Marbella gelang ihm in Runde eins ein starker Sieg gegen den Serben Nikola Milojevic. In Runde zwei kommt es am Donnerstag (ab 17.30 Uhr) zum Duell der Generationen gegen Altmeister Feliciano Lopez. Kann der Teenager schon jetzt mit den Großen mithalten?

Laslo Djere: Kaum ein Spieler freut sich so sehr, wenn es auf Asche geht, wie Laslo Djere. So schwer sich der Serbe oft auf anderen Bodenbelägen tut, so stark kann er auf Sand aufspielen. Nach der Corona-Pause im vergangenen Jahr konnte er auf Asche einige Erfolge feiern, darunter das Halbfinale in Kitzbühel und der Sieg auf Sardinien. Bringt der 25-Jährige seine gefährliche Vorhand auf Temperatur und seinen Gegner zum Rennen, ist mit ihm auch in dieser Sandplatzsaison zu rechnen.

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(Bild (c) imago images / PanoramiC)

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Ronald Tenbusch
am 08.04.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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