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Noma Noha Akugue - "Ich gehe da einfach nur rein und spiel mein Spiel"

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16.04.2021|11:45 Uhr|von Henrike Maas
Noma Noha Akugue - "Ich gehe da einfach nur rein und spiel mein Spiel"

Wer Noma Noha Akugue beim Tennis zuschaut, sollte schnelle Augen haben. Denn die 17-jährige Nachwuchsspielerin hat, wie Barbara Rittner es formulierte, einen schnellen Arm und gibt dem Ball eine ordentliche Beschleunigung mit. Gepaart mit einer guten Athletik macht sie das zu einer unangenehmen Gegnerin. Das bekam auch die Konkurrenz bei den Deutschen Meisterschaften im Dezember 2020 zu spüren, bei denen sich Akugue durchsetzte und sich nun Deutsche Meisterin nennen darf.

Eine Entwicklung die nicht von ungefähr kommt. Ende 2020 wagte die gebürtige Reinbekerin den Schritt von der ITF-Junior-Tour, wo sie bisher drei Einzeltitel gewonnen hat, auf die ITF-Womens-Tour und kam bei ihrem dritten Turnier dort direkt ins Finale (Alkmaar). Es folgte der Triumph bei den Deutschen Meisterschaften und in diesem Jahr im Januar der Einzug ins Halbfinale beim ITF-Turnier in Hamburg. Dort konnte sie mit zwei glatten Siegen über Top-300-Spielerinnen überzeugen. "[Noma] kann das Spiel gut diktieren, [gibt einen] guten Spin auf den Ball und hat tolle Ergebnisse gehabt bei den Turnieren, die wir spielen konnten", beschreibt DTB-Trainer Dirk Dier in der dritten Folge von Pathbreaking, einem Format des Streamingsenders DAZN, dass den DTB-Nachwuchs der Damen begleitet, die jüngsten Fortschritte von Noma Noha Akugue. 

Schon im August letzten Jahres hatte auch Barbara Rittner in einem Portrait über den Entwicklungssprung bei der jungen Spielerin gesprochen. "Bei Noma hat sich einiges getan. Sie ist konzentrierter und fokussierter geworden. Sie wirkt einfach zielstrebiger", lobte Rittner, Head of Women's Tennis beim DTB, die Leistungen, verwies aber gleichzeitig auch auf die Schwächen im Spiel von Akugue. Sie überdrehe auf dem Platz gerne noch mal und müsse ihr Spiel noch etwas sortieren.

Wildcard für Qualifikation in Stuttgart

Alles normal für einen so jungen Menschen und nichts, was man mit weitergehendem Training und Matchpraxis nicht beheben könnte. Dafür ist der Schritt auf die ITF-Damentour auch so wichtig, weil sich die aktuelle Nummer 787 der Weltrangliste dort mit deutlich höher gelisteten Spielerinnen messen und an deren Level orientieren kann.

Weitere Erfahrung wird sie beim WTA-Turnier in Stuttgart sammeln können. Die 17-Jährige bekam gemeinsam mit drei weiteren DTB-Nachwuchsspielerinnen - Alexandra Vecic, Nastasja Schunk und Julia Middendorf - eine Wildcard für die Qualifikation. Alle vier sind Teil des Nachwuchsprogramms des DTB. Vecic, Schunk und Middendorf gehören zum Porsche Team Team. Akugue, weil sie noch zur Schule geht, ist Teil des Porsche Junior Teams.

Eine Chance, auf die sich Noma Noha Akugue freut. "Man kann da eigentlich nur Erfahrung sammeln. Deswegen gehe ich da einfach nur rein und spiel mein Spiel, versuche mein Match zu meistern und mein bestes Tennis zu spielen. Am Ende gucke ich, was dabei rauskommt", beschreibt die Teenagerin ihre Herangehensweise an die neue Situation. 

Hamburgs Sportlerin des Jahres 

Noch etwas ungewohnt ist die deutlich höhere Aufmerksamkeit, die die Spielerin des Clubs an der Alster in den letzten Monaten und vor allem seit ihrem Meistertitel zuteil wird. Immer mehr wollen wissen, wer Noma Noha Akugue ist und was sie tut. Das gilt vor allem für ihre norddeutsche Heimat. Dort wurde sie kürzlich zu Hamburgs Sportlerin des Jahres gewählt.

Wie interessiert der Aufstieg von Noma Noha Akugue verfolgt wird, zeigt sich aber auch an ihrem Umfeld. Erst gestern verkündete die e|motion sports GmbH Germany, ein Teil der e|motion group von Edwin Weindorfer, dass sie die Deutsche nun ab sofort in Managementfragen begleiten.

Junior Grand Slams im Blick

Viel Unterstützung für die junge Frau, aber auch mehr Druck aufgrund der Aufmerksamkeit, der Noma Noha Akugue hoffentlich nicht zu sehr beeinflusst. Ziele hat sich das Nachwuchstalent für 2021 schon mal gesetzt. Wie sie dem Tennis Magazin und tennisnet verriet, will sie dieses Jahr vor allem versuchen, bei den Junior Grand Slams zu starten. Ob das klappt, hängt nicht nur von ihrem Ranking ab, sondern auch, ob die Majors der Junioren überhaupt stattfinden. In Melbourne waren die Australian Open der Junioren aufgrund der Coronapandemie bereits gestrichen, bei den anderen Grand Slams muss man auch die aktuellen Geschehnisse schauen. Sonst soll es für Noma Noha Akugue aber auf der ITF Tour weitergehen. Sie will weiterhin versuchen, bei den ITF-Turnieren der Damen reinzukommen und darüber Punkte zu sammeln. 

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(Bild © Hasenkopf) 

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Henrike Maas
am 16.04.2021 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst sp├Ąter entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausr├╝stung etwas detailverliebt, kann man mit ihr ├╝ber alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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