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Monte-Carlo-Sensation! "Rafa"-Aus im Viertelfinale

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16.04.2021|20:19 Uhr|von Ronald Tenbusch
Monte-Carlo-Sensation! "Rafa"-Aus im Viertelfinale

Sensation im Fürstentum! Monte-Carlo-Rekordchampion Rafael Nadal muss bereits nach dem Viertelfinale des Masters-Turniers die Segel streichen. Der Spanier verlor in der Runde der letzten acht gegen Hamburg-Sieger Andrey Rublev mit 2:6, 6:4, 2:6. Nach dem frühen Aus von Novak Djokovic der nächste überraschende Favoriten-Sturz.

Fast zwei Stunden länger als Nadal hatte Rublev in seinem Achtelfinal-Match auf dem Court gestanden. Es schien aber dennoch fast so, als müsse sich Rafa zunächst die Müdigkeit aus den Beinen laufen. Mit viel Power startete Rublev ins Spiel und drängte Rafa direkt in die Defensive. Der Spanier schien etwas überrascht. Mit einem Doppelfehler gab er direkt sein erstes Aufschlagspiel ab. 

Nach dem 0:2 legte der 34-Jährige aus Manacor einen kleinen Zwischensprint hin und holte sich zwei Spiele in Folge zu null. Wer dachte, dass die Sandplatz-Maschine Nadal nun über seinen Gegner hinwegfegen würde, wurde aber eines Besseren belehrt. Denn erneut gelang es Rublev, den Aufschlag seines Gegners zu brechen – und das gleich zweimal. Dabei profitierte er von ungewohnt vielen Unforced Errors des Spaniers (13 im ersten Satz). Nach 38 Minuten ging Durchgang eins überraschend deutlich mit 6:2 an Rublev.

So hatte sich der elfmaligen Monte-Carlo-Sieger seine Partie gegen Rublev, gegen den er bislang eine 2:0-Bilanz vorweisen konnte, nicht vorgestellt. Erst ein einziges Mal hatte Rafa bei seinen 15 Viertelfinals im Fürstentum bislang verloren. 2014 war das gegen seinen Landsmann David Ferrer. 

Nadal kämpft, Rublev kontert

Doch gegen einen Rublev in aktueller Topform kann jeder Spieler der Welt Probleme bekommen, vor allem wenn er derart schwach serviert wie Nadal in diesem Match. Im ersten Spiel des zweiten Satzes verbuchte der Spanier bereits seinen sechsten Doppelfehler, nur jeden dritten Punkt konnte er mit dem zweiten Aufschlag holen. Zu wenig: Rublev gelang zum Satzauftakt erneut das schnelle Break. 

Nach einem weiteren einfachen Fehler im anschließenden Spiel schrie Nadal ungewohnt laut seine Wut über sich selbst heraus. Zumindest was Intensität und Kraft anging, schaltete der Monte-Carlo-Rekordsieger nun noch einen Gang hinauf. Rublev aber konnte das Tempo weiter mitgehen. Die Topspin-Duelle konnte er ausgeglichen gestalten, vor allem leistete sich der Weltranglisten-8. aber weniger Unforced Errors und schlug konstanter auf.

Für Highlights ist ein Rafael Nadal aber immer gut. So wie im fünften Spiel des zweiten Satzes als er eine Breakchance von Rublev nach langer Rally mit einem Rückhand-Volley-Stopp abwehren konnte. Über elf Minuten dauerte es letztlich, ehe Nadal das vermutlich vorentscheidende Break zum 1:4 vermeiden konnte.

Doch auch Rublev konnte sich weiterhin auf seine Nerven aus Stahl verlassen. Im anschließenden Servicegame wehrte er gleich vier Breakchancen des Spaniers ab und konservierte so seinen Vorsprung. Die Partie wurde nun hochklassig, weil Rafa, im Angesicht einer drohenden Niederlage, mehr Wucht und weniger Fehler produzierte. Während Rublev all sein Können an den Tag legte, um dagegenzuhalten. Dann wurde der Druck des 20-maligen Grand-Slam-Siegers aber zu groß.

Nach einem Doppelfehler von Rublev bekam Nadal eine weitere Breakchance, die er in Wühler-Manier verwertete. Einen Smash von Rublev erlief Nadal und legte den Passierball zum 4:4 an seinem Gegner vorbei. Der Bann war gebrochen und Nadal bestätigte das Break nicht nur, er holte sich auch das nächste Aufschlagspiel von Rublev und der Satz ging nach hartem Kampf mit 6:4 an ihn.

Wer nun jedoch einen glatten dritten Satz vom Sandplatz-König erwartete, wurde erneut Lügen gestraft. Denn wie schon in Satz eins und zwei begann Nadal unkonzentriert und mit vielen einfachen Fehlern. Fehler, die Rublev aber auch mit aller Konsequenz und tollen Schlägen zu nutzen wusste. Rafa bekam bei eigenem Service nun kein Bein mehr auf den Boden, der junge Russe hingegen bleib in den entscheidenden Momenten eiskalt. Und so stand es nach einer halben Stunde im dritten Satz plötzlich 5:1 für Rublev. Und wenige Minuten später hieß es sensationell 6:2 für Rublev.

Der Russe ist nach Djokovic, Fognini und Ferrer erst der vierte Spieler, der Nadal in Monte Carlo besiegen konnte. Was für eine Leistung und ein verdienter Einzug ins Halbfinale. Dort erwartet ihn der 22-jährige Norweger Casper Ruud, der seinerseits Titelverteidiger Fabio Fognini im Viertelfinale schlagen konnte.

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(Bild (c) imago images)

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Ronald Tenbusch
am 16.04.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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