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DTB

3 Sätze, 2 Tiebreaks! Struff gewinnt Nervenschlacht gegen Koepfer

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29.04.2021|14:45 Uhr|von Ronald Tenbusch
3 Sätze, 2 Tiebreaks! Struff gewinnt Nervenschlacht gegen Koepfer

Ach, dürften auf der Anlage des MTTC Iphitos doch nur Zuschauer dabei sein, sie hätten im Achtelfinale des ATP-Turniers von München ein packendes Duell zweier deutscher Lokalmatadoren gesehen. Jan-Lennard Struff und Dominik Koepfer boten sich über knapp Zweieinhalb Stunden ein intensives Duell mit dem besseren Ende für "Struffi", der damit zum vierten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale von München steht.

7:6(3), 6:2 hieß es am Ende für den an sieben gesetzten Warsteiner. Bis dahin musste er gegen seinen Landsmann aber ordentlich im Münchener Sand wühlen. Denn Koepfer, der heute seinen 27. Geburtstag feierte und in Runde eins den dreimaligen München-Champion Philipp Kohlschreiber besiegen konnte, startete gewohnt kraftvoll. Mit harten Grundschlägen ließ er Struff zunächst viele Meter machen. 

Die Folge war Kopfers Break zum 3:2, das er bis zum Stand von 5:4 mit guten Servicespielen auch konservieren konnte. Einen Satz auszuservieren, ist aber nochmal eine ganz andere Herausforderung. Das wusste auch Struff, der Koepfers Service in dieser Phase härter attackierte und sich tatsächlich das Break holte. Wenige Minuten ging der Satz in den Tiebreak. 

Duell auf Augenhöhe

Dort zeigte Struff, dass er doch schon ein paar Jahre länger auf der Tour unterwegs ist. Ganz abgebrüht holte er sich die entscheidenden Rallies und mit seinem zweiten Matchball gingen Tiebreak und Satz an den 31-Jährigen. Anders als zuletzt beim Turnier in Barcelona steckte der "Pitbull" mit Satzrückstand aber nicht auf. 

Der 26-Jährige schrie seinen Frust über verlorene Punkte zwar immer wieder heraus, grundsätzlich blieb er aber fokussiert. Und so entwickelte sich auch im zweiten Satz ein umkämpftes Match, welches beim Stand von 2:1 für Koepfer in eine kurze Unterbrechung ging. Koepfer musste sich kurzzeitig am Knöchel behandeln lassen, spielte anschließend aber ohne sichtbare Beeinträchtigung weiter.

Die Ballwechsel waren nicht immer spektakulär, aber jeder Punkt wurde mit hoher Intensität gespielt. Man merkte den beiden DTB-Spielern an, dass sie dieses Prestigeduell unbedingt gewinnen wollten. Beide Akteure, aber vor allem Struff, servierten in dieser Phase extrem stark. Kaum eine Chance für den Return-Spieler, hier auf ein Break zu gehen. 

Koepfer holt Tiebreak mit 7:0 – aber verliert die nerven

Erst beim Stand von 5:6 aus Struffs Sicht bekam Koepfer zwei Chancen zum Break, die der Weltranglisten-44. aber gekonnt abwehren konnte. Die Entscheidung musste also erneut im Tiebreak fallen. Und das tat sie schneller als es Struff recht sein konnte. Denn in den folgenden Punkten bekam er keinen Fuß auf den Boden. 7:0 ging der Tiebreak an Koepfer, der in einfach geduldiger und präziser agierte.

Ein dritter Satz musste also her, um einen Viertelfinalisten zu küren. Diesmal war es Struff, der beim Stand von 2:1 ein Medical Timeout nahm. Er ließ sich unter der Wade behandeln. Auch er schien aber nicht wirklich gehandicapt zu sein. Ganz im Gegenteil: Struff war es nun, der ganz klar die Kontrolle übernahm und belohnt wurde.

Mit dem Break zum 4:2 hatte er nicht nur den Aufschlag von Koepfer gebrochen, sondern auch dessen Widerstand. Das Geburtstagskind haderte nun lautstark mit dem Platz und seiner Schlagauswahl. Struff war es letztlich egal. Am Ende eines nervenaufreibenden Matches stand der Einzug in die Runde der letzten Acht zu Buche. Dort wartet nun der Serbe Filip Krajinovic, der nach dem verletzungsbedinten Rückzug von Yannick Hanfmann kampflos in die nächste Runde ziehen durfte.

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Ronald Tenbusch
am 29.04.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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