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Bravo "Sascha"! Zverev schlägt Nadal erstmals auf Sand

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07.05.2021|17:15 Uhr|von Ronald Tenbusch
Bravo "Sascha"! Zverev schlägt Nadal erstmals auf Sand

Neun Siege und nur eine Niederlage - das war die Viertelfinal-Bilanz von "Rafa" Nadal in Madrid vor dem Duell gegen Alexander Zverev. "Sascha" hat aus der 1 eine 2 gezaubert. Durch eine furiose Vorstellung in der Höhle des Löwen konnte der Deutsche durch ein 6:4, 6:4 ins Halbfinale beim Masters einziehen und darf weiter vom zweiten Madrid-Titel seiner Karriere träumen.

"Definitiv einer der besten Siege meiner Karriere. Aber das Turnier ist noch nicht vorbei. Morgen kommt Dominic Thiem, der auf Sand auch super stark ist", sagte der DTB-Profi direkt nach dem Match und blickte bereits auf das Halbfinale gegen den Österreicher am Samstag. Bevor das stattfindet, muss aber Zverevs historische Leistung gegen die spanische Tennis-Legende gewürdigt werden.

Denn erstmals konnte Zverev Asche-König Nadal auf dessen Lieblings-Untergrund bezwingen. Dabei hielten beide Spieler zu Beginn des Matches relativ souverän ihre Servicegames. Erst Mitte des ersten Satzes überschlugen sich die Ereignisse dann rapide. Im sechsten Spiel wollte Zverevs Aufschlag nicht kommen. Im Nu stand es 0:40. Zverev wackelte weiter und musste nach einem Doppelfehler das Break zum 2:4 hinnehmen.

Zverev wütend, aber dennoch fokussiert

Dass der Hamburger Nadal auf Asche wehtun kann, zeigte er aber nur ein Spiel später, als ihm nach einigen guten Konter-Schlägen das direkte Re-Break gelang. Wiederum ein Spiel später wurde "Sascha" erstmals ungehalten. Einen langen Schlag des Deutschen spielte Nadal zurück. Der Schlag des Spaniers landete im Aus. Dann schaute er sich den Abdruck des Zverev-Schlags an und entschied, eine Challenge zu nehmen. Der Mann aus Manacor bekam recht. Doch Zverev monierte, dass die Challenge zu spät gekommen sei - ohne Erfolg.

Zverev war sauer, aber nicht blind vor Wut. Zwei Punkte später wehrte er zunächst eine Breakchance Nadals ab und holte sich doch noch das Spiel zum 4:4. Nadal wirkte ungewohnt fahrig in seinen Aktionen, leistete sich viele unnötige Fehler. Das wusste Zverev auszunutzen. Im anschließenden Spiel nahm er dem fünfmaligen Madrid-Sieger das Service ab und servierte den Satz anschließend zu 15 aus. Mit einem 4:0-Lauf holte sich der Weltranglisten-6. tatsächlich den ersten Satz.

Der DTB-Akteur stellte schon damit unter Beweis, dass er sich mit "Rafa" längst auf Augenhöhe duelliert. Die letzten beiden direkten Vergleiche konnte Zverev bei den ATP Tour Finals 2019 und beim Masters in Paris 2020 für sich entscheiden - allerdings auf Hartplatz. Insgesamt lag "Sascha" vor dem Match aber mit 2:5 im direkten Duell hinten.

Zverev bleibt cool, jetzt wartet Thiem

Mit Beginn des zweiten Durchgangs passte sich das bis dahin noch überschaubare Niveau der Partie auch immer mehr den Erwartungen an, die man an beide Spieler hat. Zverev und Nadal boten nun immer wieder spektakuläre Rallies. Meist hatte der Deutsche das bessere Ende für sich. Vor allem wenn er den Weg ans Netz suchte, konnte der 24-Jährige regelmäßig punkten.

Auch im fünften Spiel konnte er sich über einen Netzangriff eine Breakchance erarbeiten, die er zum 3:2 verwandelte - der Türöffner zum Sieg. Kurz darauf hatte der US-Open-Finalist sogar die Chance auf ein weiteres Break. Doch Nadal wehrte zwei Breakchancen ab und versuchte noch einmal mit Hilfe des Publikums, ins Match zurückzukommen. Aber Zverev blieb cool.

Nach einer Stunde und 46 Minuten verwandelte der Titelträger von 2018 seinen 1. Matchball und schrie seine Freude über den ersten Sieg gegen "Rafa" auf Sand aus sich heraus. Am Ende standen 28:6 Winner zugunsten des Deutschen in den Statistikbögen - eine starke Leistung. Im Halbfinale trifft er nun auf Kumpel Dominic Thiem, der John Isner schlagen konnte. Es ist gleichzeitig die Neuauflage des 2018er Endspiels.

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(Bild (c) IMAGO / BUZZI)

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Ronald Tenbusch
am 07.05.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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