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Zweiter Madrid-Titel - Zverev gewinnt Nervenkrimi

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09.05.2021|21:30 Uhr|von Henrike Maas
Zweiter Madrid-Titel - Zverev gewinnt Nervenkrimi

Alexander Zverev hat zum zweiten Mal das Masters-Turnier von Madrid für sich entschieden. Der 24-Jährige gewinnt nach einer wilden Fahrt mit 6:7 (8), 6:4, 6:3 gegen den Italiener Matteo Berrettini. 

Auf dem Weg zum Titel schlug der Deutsche mit Rafael Nadal (#2), Dominic Thiem (#4) und Matteo Berrettini (#10) drei Top-10-Spieler in Folgen und baut seine Bilanz in Madrid auf 15 Siege zu zwei Niederlagen aus.

Doppelfehler zur Unzeit kostet Zverev den Satz

Das Match fand aufgrund von Regen unter geschlossenem Dach statt. In einer durchwachsenen Anfangsphase legte besonders Matteo Berrettini einen nervösen Start hin. So sah sich der Italiener in seinem ersten Aufschlagspiel, das rund zehn Minuten dauerte, gleich mal einem Breakball gegenüber. Den wehrte der 25-Jährige dann aber ab und zog Kraft aus dem knappen Spielgewinn, während Alexander Zverev weiter durch die Ballwechsel holperte. Es fehlte der Nummer 6 der Welt eindeutig an der souveränen Dominanz, die ihn durch die Matches gegen Rafael Nadal und Dominic Thiem getragen hatte.

So geriet Zverev dann auch nicht unverdient Mitte des ersten Satzes mit Break zum 3:4 in Rückstand. Diese Drucksituation löste etwas in dem Deutschen. Zverev ging nun aggressiver zu Werke, holte sich das Break direkt wieder zurück und machte in den beiden folgenden Aufschlagspielen keine Fehler mehr. Aber auch Matteo Berrettini hielt sich nach dem Breaktausch schadlos und katapultierte den Satz in den Tiebreak.

Dort legte die Nummer 10 der Welt einen Blitzstart hin. Mit 5:0 ging Berrettini in Front, ehe Zverev beschloss, das Ding doch noch mal spannend machen zu wollen. Der 24-Jährige kämpfte sich unter Abwehr zweier Satzbälle auf 5:6 wieder ran und ließ dann beim 7:6 die Chance auf den Satzgewinn liegen. Ein teurer Fehler, den der Deutsche kurze Zeit später bezahlen sollte. Denn beim Stand von 8:8 lieferte Zverev seinem Gegner per Doppelfehler den entscheidenden Punkt. Ein Geschenk, das Matteo Berrettini dankend annahm und nach über einer Stunde den ersten Durchgang 10:8 eintütete.  

Auch Berrettini verschenkt per Doppelfehler - Zverev setzt sich durch

Nun würde sich Alexander Zverev etwas einfallen lassen müssen, wenn er das Match doch noch für sich entscheiden wollte. Dabei war für die Nummer 6 der Welt vor allem wichtig, in den Ballwechseln besser zu performen. Während beim Aufschlag soweit alles in Ordnung ging, war es die wackelige Performance in den Ballwechseln, mit der Zverev sich das Leben selber schwer machte. Das bekam Deutschlands Nummer eins dann aber langsam in den Griff und kriegte von Matteo Berrettini, der etwas von seiner Spritzigkeit einbüßte, nun mehr Angriffsfläche geboten. Den Satz entscheiden sollte aber - wie im Durchgang zuvor - ein unnötiger Fehler. Diesmal kam der aber von Matteo Berrettini. Der Italiener erlaubte sich beim Stand von 4:4, 15:40 einen Doppelfehler und gab damit das Spiel an Zverev ab. Der nahm das Geschenk dann ebenso gerne an und glich nach Sätzen aus. 

Nun war richtig Zunder in der Hütte. Zu viele Auf und Abs hatte dieses Match schon gesehen, als das man einen eindeutigen Favoriten hätte festlegen können. Das Entscheidende war, wer von beiden als erstes die Nerven verlor. Es war Matteo Berrettini. Erst ließ der Italiener eine Breakchance bei Aufschlag Zverev liegen und gab dann sein eigenes Service dank einer Reihe von Fehlern ab. Damit war das Match entschieden. Denn auch wenn sich Berrettini heldenhaft gegen die Niederlage stemmte, war der Weg für ihn zu weit. Einen Matchball wehrte der 25-Jährige noch ab, ehe er sich dann doch nach 2 Stunden und 41 Minuten Alexander Zverev geschlagen geben musste. 

Granollers / Zeballos gewinnen im Doppel

Den Doppeltitel in Madrid sicherten sich Marcel Granollers und Horacio Zeballos. Das spanisch-argentinische Duo siegte nach Satzrückstand mit 1:6, 6:3, 10:8 gegen Mate Pavic und Nikola Mektic. 

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(Bild © IMAGO / Paul Zimmer) 

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Henrike Maas
am 09.05.2021 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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