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Matchbälle abgewehrt! "Rafa" dreht 3:29-Stunden-Krimi

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13.05.2021|17:40 Uhr|von Ronald Tenbusch
Matchbälle abgewehrt! "Rafa" dreht 3:29-Stunden-Krimi

Was für eine Nervenschlacht in Rom. Rafael Nadal sah dem Achtelfinal-Aus bereits ganz tief in die Augen. Doch am Ende konnte sich der spanische Sandplatz-König mit 3:6, 6:4, 7:6(3) gegen Denis Shapovalov durchsetzen. Auf dem Weg dorthin musste er einen Satzrückstand drehen und drei Matchbälle abwehren.

Shapovalov erwischte einen Traumstart ins Match. Nach einer Viertelstunde Spielzeit führte der Kanadier bereits mit 4:0. Ein guter Aufschlag und viele gute Gewinnschläge hatten Nadal von Beginn an vor Schwierigkeiten gestellt. Erst langsam gelang es dem Spanier, sich in die Partie zu kämpfen.

Der neunmalige Rom-Champion kam nun besser in die Ballwechsel. Während Shapovalov nicht mehr jeden Schlag perfekt traf, wurden Nadals Angriffe genauer. So schmolz der Vorsprung des jungen Kanadiers schnell auf 3:4 zusammen. Der Startschuss für die große Wende? Nein, weil Shapolvalov es nicht zuließ.

Shapovalov dominiert das Geschehen, Nadal zu fehlerhaft

Zunächst sicherte sich der Weltranglisten-14. sein eigenes Service über Einstand, dann griff er erneut Nadals Aufschlag an. Der 34-Jährige aus Manacor wehrte zwar drei Satzbälle ab, letztlich setzte ihn Shapovalov aber so sehr unter Druck, dass der vierte Satzball den Gewinn des ersten Durchgangs bedeutete. 

Fast noch überraschender als der Ausgang von Satz eins war der Start von Satz zwei. Denn die große Reaktion der Sandplatz-Legende blieb aus. Nadal gelang es nicht, über einen längeren Zeitraum fehlerfrei Druck aufzubauen. Und auf der anderen Seite spielte Shapovalov äußerlich weiter völlig unaufgeregt seinen Stiefel hinunter. Die Folge war ein erneut frühes Break für den Kanadier, das eine 3:0-Führung nach sich zog.

Ein einziges Aufeinandertreffen auf Sand hatte es zwischen den beiden bislang gegeben. 2018 - ebenfalls in Rom, ebenfalls in Runde drei. Damals ging die Partie an Nadal. Um dies zu wiederholen, bräuchte es drei Jahre später einen wahren Kraftakt des Spaniers. Doch wer, wenn nicht der 20-malige Grand-Slam-Sieger, wäre dazu imstande?

Nadal dreht auf, Duell wird zur Nervenschlacht

Nadal drehte nun auf, auch weil Shapovalov schwächer servierte und deutlich mehr einfache Fehler produzierte. Aber der Spanier hatte nun zu seinem Rhythmus gefunden und holte Punkt für Punkt auf. Die Folge war ein 5:0-Lauf, den das römische Publikum mit Wohlwollen bejubelte. Sie hatten von der Sanplatz-Attraktion Nadal noch nicht genug gesehen und durften sich wenige Momente später über einen Entscheidungssatz freuen.

Nadal hatte die Partie gegen den Rom-Halbfinalisten von 2020 Mitte des zweiten Satzes zu seinen Gunsten gekippt, doch mit Beginn des dritten Satzes wurden die Karten neu gemischt. Und Shapovalov fand nun wieder zurück zu seinem druckvollen Spiel. Eine Nervenschlacht auf Augenhöhe war die Folge. Zunächst gelang dem Kanadier das Break zum 3:1, dann konterte "Rafa" mit dem direkten Re-Break.  

Die Intensität der Partie war nun auf Weltklasse-Niveau. Dem Weltranglisten-3. gelang es in dieser Phase, seine Service-Quoten hochzuschrauben und wenig Angriffsfläche für Breaks zu bieten. Aber auch Shapovalov, der im Match zehn Asse schlug, blieb stabil. Bis zum Stand von 5:5, als Nadal drei Chancen zum Break bekam, aber der Kanadier alle abwehren konnte. 

Dann stand "Rafa" mit dem Rücken zur Wand. Bei eigenem Service musste er drei Matchbälle abwehren, um sich in den Tibreak zu retten. Vielleicht war es die größere Erfahrung, die nun für den Spanier, der letztmals 2019 in Rom siegen konnte, den Ausschlag gab. Shapovalov leistete sich einige einfache Fehler und nach 3:29 Stunden hieß der Sieger Rafael Nadal. Im Viertelfinale wartet nun der Sieger aus der Partie von "Sascha" Zverev gegen Kei Nishikori.

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(Bild © IMAGO / PanoramiC)

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Ronald Tenbusch
am 13.05.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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