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2-Tages-Drama: Der "Djoker" schafft die Mega-Wende

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15.05.2021|13:20 Uhr|von Maximilian Bohne
2-Tages-Drama: Der "Djoker" schafft die Mega-Wende

Was für ein denkwürdiges Viertelfinale! In einem zwei Tage währenden Krimi, durchzogen von langen Regenpausen, hat Novak Djokovic einen wahren Kraftakt vollbracht und Stefanos Tsitsipas aus dem Turnier geworfen. Der Serbe setzte sich knapp mit 4:6, 7:5, 7:5 durch.

Tsitsipas erwischt den besseren Start 

Es war ein mit Spannung erwartetes Duell, traf doch die Nummer eins der Welt auf die Nummer eins der Saison (Race to Turin). Viel mehr geht eigentlich nicht im Tennis - und das Match enttäuschte nicht. Obwohl schon zu Beginn der Partie Regen einsetzte, lieferten beide ein Spektakel auf hohem Niveau. Viele lange Ballwechsel, viel Variation und Gefühl begeisterten die anwesenden Zuschauer. 

Tsitsipas schnappte sich gleich im ersten Spiel das erste Break, das er mit einiger Mühe zum 2:0 bestätigte. Beide Spieler trennte in dieser Phase wenig, aber Djokovic konnte die sich im bietenden Chancen zum Ausgleich auch im folgenden Returnspiel nicht nutzen. Das bestrafte Tsitsipas eiskalt, der zum 3:1 durchbrachte und dann von einem Doppelfehler Djokovics zum 4:1 profitierte. 

Regen wird zu stark - Partie unterbrochen

Gegen die meisten Gegner wäre die Entscheidung für den Satz mit einem Doppelbreak wahrscheinlich gefallen - nicht aber gegen den Weltranglistenersten. Djokovic wirkte dem Momentum sofort entgegen und verkürzte auf 3:4, ehe der Regen zu stark wurde und die Partie unterbrochen werden musste. 

Es dauerte Rund dreieinhalb Stunden, bis wieder gespielt werden konnte. Zumindest 20 Minuten lang, bis der zurückkehrende Regen die Spieler zurück in die Umkleiden zwang. Genug Zeit jedoch für Tsitsipas, um den ersten Satz mit 6:4 unter Dach und Fach zu bringen und sich kurz vor der Pause dank eines starken Returnspiels wieder mit Break und 2:1 in Führung zu bringen. 

Fortsetzung am Samstag

Eine weitere Rückkehr auf den Platz ließ der Regen an diesem Freitag nicht mehr zu - das Match wurde am Samstagvormittag fortgeführt. Die Frage, die sich stellte: Würde der "Djoker" die lange Pause nutzen können, um doch noch einmal die Wende einzuleiten? Er konnte. Der Serbe präsentierte sich deutlich aktiver und präziser als noch am Vortag und brachte riesigen Kampfgeist mit auf den Center Court. 

Obwohl Tsitsipas nicht schlecht spielte, erarbeitete Djokovic sich schnell Chancen, um das am Vortag verlorene Break wieder aufzuholen. Im achten gelang es ihm schließlich mit einem starken Vorhand-Winner, auf 4:4 auszugleichen. Und damit nicht genug. Begleitet von einem brüllenden Jubelschrei verwandelte er mit einem weiteren Vorhand-Winner zum 7:5-Satzausgleich. 

Episches Finish zum Zwei-Tages-Drama

Der dritte Satz hatte es mächtig in sich. Angetrieben von den anwesenden Fans zeigten beide Akteuere atemberaubendes Weltklasse-Tennis mit Unmengen an spektakulären Ballwechseln. Tsitsipas schnappte sich das erste Break zum 2:1, verpasste es aber, auf 4:1 zu erhöhen. Das rächte sich, denn Djokovic schaffte plötzlich den Ausgleich zum 3:3 - alles war wieder offen. 

Schon beinahe drei Stunden Spielzeit standen auf der Uhr, als es schließlich wieder Tsitsipas war, der im neunten Spiel einen Mammut-Ballwechsel gewinnen konnte und damit das Break zum 5:4 schaffte. Doch damit war es - natürlich - noch nicht geschafft. Mit einer irren Rückhand-Return-Vorhand-Schuss-Kombi erzwang Djokovic sofort wieder den Ausgleich. 

Das Niveau blieb sensationell. Beinahe jeder Ballwechsel war Highlight-Reel-Material. Am Ende behielt Djokovic die besseren Nerven und verwandelte nach insgesamt 3:16 Stunden Spielzeit zum denkbar knappen 4:6, 7:5, 7:5. 

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(Bild © IMAGO / LaPresse)

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Maximilian Bohne
am 15.05.2021 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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