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"Pitbull" und "Bad Boy" liefern sich wilde Nervenschlacht

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17.05.2021|22:45 Uhr|von Adrian Rehling
"Pitbull" und "Bad Boy" liefern sich wilde Nervenschlacht

Ein Krimi unter Flutlicht! Dominik Koepfer und Benoit Paire begeistern beim ATP-Turnier in Genf mit einem ebenso packenden wie unterhaltsamen Match. Am Ende siegt der Deutsche mit 6:7, 7:6, 6:4.

Regen unterbricht die Partie mehrfach

Es hätte eine dankbare Erstrundenaufgabe für Koepfer sein können. In den vergangenen Wochen und Monaten glänzte Gegner Paire weder auf noch neben dem Platz besonders und konnte in diesem Jahr erst zwei Siege bei zwölf Niederlagen verbuchen. Doch in Genf, wo der Franzose lebt, präsentierte der "Bad Boy" ansehnliches Tennis. 

Die Anfangsphase gehörte allerdings dem Regen, der kurz nach Spielbeginn einzusetzen begann und die Partie bereits im fünften Spiel zur Unterbrechung zwang. Nach Fortsetzung blieben beide Spieler beim Aufschlag recht souverän, bis Koepfer bei 5:6 einige Break- und damit Satzbälle abwehren musste. Drei an der Zahl, aber der "Pitbull" rettete sich irgendwie in den Tiebreak. Hier hatte dann der DTB-Profi bei 6:5 den ersten Satzball auf dem Schläger, ließ ihn aber ebenso ungenutzt wie beim 8:7. So war es an Paire, mit dem fünften Satzball zuzuschlagen.

Koepfer punktet in bester "Angie-Kerber-Manier"

Der Deutsche zeigte im Longsleeve unter Flutlicht aber trotz des Rückstandes eine starke Vorstellung. Er schickte den Franzosen in die Ecken des Courts, doch auch Paire tat seinen Teil zu einem unterhaltsamen Match bei, kratzte einiges raus. Im zweiten Durchgang gab es, wie schon in Satz eins, bis zum Tiebreak kein einziges Break. Der Entscheider musste darüber entscheiden, ob es einen dritten Durchgang geben würde - oder Paire tatsächlich gewinnen sollte. Nach einem knapp verzogenen Rückhand-Schlag von Paire sah es beim 5:3 nach Satzausgleich Koepfer aus, zwei Punkte später hatte der Franzose den Ausgleich geschafft. Und der Deutsche? Blieb eiskalt, hatte zudem etwas Glück. Sein Return beim 5:5 sprang von der Netzkante weit hinten ins Feld und wurde unangenehm für Paire, dessen Slice wiederum an der Netzkante hängenblieb. Der DTB-Akteur entschuldigte sich dafür umgehend. Beim ersten Satzball im zweiten Durchgang war der "Pitbull" dann eiskalt - beziehungsweise Paire war es für ihn mit einer leicht verzogenen Rückhand.

Im dritten Satz war es vor allem dem guten Return-Spiel des Deutschen zu verdanken, dass er immer mehr am Sieg schnupperte. Nach dem Breaks zum 2:1 sowie 4:3 sah es jeweils bestens aus. Dann allerdings servierte Koepfer ausgerechnet bei Breakball gegen sich den einzigen Doppelfehler im finalen Durchgang, alles war wieder in der Reihe. Die passende Antwort auf ein Break? Ein Rebreak. Dachte sich wohl auch der Weltranglisten-59., der sich erst in bester "Angie-Kerber-Manier" mit einer Rückhand aus der Hocke den Breakball erspielte, um dann mit einem starken Return die Serve-and-Volley-Idee des Franzosen zunichte zu machen. Die Entscheidung mit dem Break zum 5:4? Immer noch nicht, da Paire sich ein 0:40 erspielte. Koepfer aber blieb abgeklärt, holte sich fünf Punkte in Serie und verwandelte mit einem Rückhand-Cross zum Krimi-Sieg.

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(Bild © IMAGO / ZUMA Wire)

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Adrian Rehling
am 17.05.2021 gepostet von:
Adrian Rehling
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Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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