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Finale auf Umwegen! Djokovic strauchelt gegen 119 der Welt

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28.05.2021|16:10 Uhr|von Ronald Tenbusch
Finale auf Umwegen! Djokovic strauchelt gegen 119 der Welt

Novak Djokovic könnte sich kurz vor den French Open seinen ersten Sandplatz-Titel des Jahres holen. Beim ATP-Turnier in Belgrad fuhr der Topgesetzte gegen Andrej Martin aus der Slowakei einen letztlich ungefährdeten 6:1, 4:6, 6:0-Sieg ein und steht damit im Endspiel seines Heimturniers. Dort trifft der "Djoker" entweder auf Federico Delbonis oder Alex Molca.

Für den Serben war es der 953. seiner Karriere. Viel wichtiger aber: Der Weltranglisten-1. kann sich kurz vor dem Start der French Open endlich den ersten Titel auf Sand im Jahr 2021 sichern. Bei der ersten Ausgabe des Turniers in der serbischen Hauptstadt im letzten Monat verlor der 34-Jährige noch im Halbfinale in drei Sätzen gegen Aslan Karatsev. Und auch gegen Martin hatte Djokovic zwischenzeitlich schwer zu kämpfen.

Dabei dominierte er den ersten Satz nach Belieben. Grundsolide beim eigenen Service und extrem gefährlich im Returnspiel - so das Rezept des Australian-Open-Siegers. Die Nummer 119 der Welt lud den "Djoker" aber auch zum Attackieren ein. Djokovic konnte im ersten Durchgang 86 Prozent der Punkte holen, wenn Martin über den zweiten Aufschlag kommen musste. Zwei Breaks und ein 6:1 waren die logische Konsequenz.

Bruch in Djokovics Spiel 

Erst im letzten Spiel des ersten Satzes hatte Martin so richtig angedeutet, dass er den Favoriten durchaus ärgern könnte. Fünf Breakchancen ließ er da liegen. Dafür gelang dem Slowaken dieses Kunststück zu Beginn des zweiten Satzes. Weil Djokovic jetzt mehr einfache Fehler einstreute, konnte Martin den 18-maligen Grand-Slam-Sieger nun immer wieder unter Druck setzen.

Dem Serben gelang zwar das Re-Break und kurz darauf auch das Break zum 4:3. Doch Martin blieb dran und nahm Djokovic erneut den Aufschlag ab. Eine Flut von Unforced Errors brach Djokovic in dieser Phase des Matches das Genick. Nach dem 4:4 bekam der Schläger des Lokalmatadoren daher den Frust ab.

Djokovic verliert Satz, aber nicht das Match

Martin, der sich als Qualifikant ins Halbfinale spielen konnte, machte in dieser Phase wenig eigene Fehler und wartete geduldig auf die seines Gegenübers. Und die kamen so regelmäßig, dass der zweite Durchgang nach 52 Minuten tatsächlich mit 6:4 an den Slowaken ging. 19 Mal in Serie hatte Djokovic zuvor Spieler von außerhalb der Top-100 ohne Satzverlust besiegen können. Gegen Martin aber musste er in einen Entscheidungssatz.

Sollte das Publikum in Belgrad tatsächlich Zeuge des sensationellen Ausscheidens ihres Volkshelden werden? Djokovic hatte andere Pläne. Angestachelt von seiner schwachen Leistung im zweiten Satz schaltete er nun wieder zurück in den Wettkampfmodus. Nur acht Punkt- und nicht einen Spielgewinn gestattete er Martin in Durchgang drei. 

Nach nur 27 Minuten im dritten Satz hieß es 6:0 und das 119. Karriere-Endspiel für die Nummer eins der Welt war amtlich. Das Fazit des Auftritts: Kurz vor dem Start der French Open stimmt beim Serben noch nicht alles. Wenn es darauf ankommt, kann er sich aber auf seine Qualitäten verlassen.

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(Bild (c) imago images /  LaPresse)

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Ronald Tenbusch
am 28.05.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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