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Fünf-Satz-Sensation! "Struffi" knallt Top-10-Star raus

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01.06.2021|16:45 Uhr|von Ronald Tenbusch
Fünf-Satz-Sensation! "Struffi" knallt Top-10-Star raus

Was für ein großes Spiel von Jan-Lennard Struff! In der ersten Runde der French Open setzte sich der 31-Jährige nach einem wahren Tennis-Thriller mit 6:3, 7:6(6), 4:6, 3:6, 6:4 gegen die Nummer 7 der Welt, Andrey Rublev, durch. Einer der größten Erfolge seiner Grand-Slam-Karriere. "Ich bin sehr happy, dass ich gewinnen konnte. Ich wusste, dass ich meine Chance kriege", so der DTB-Star nach dem Sieg.

Struff fand optimal ins Match. Der eigene Aufschlag kam sehr gut und Rublev hatte zunächst so seine Schwierigkeiten. Die nutzte der Deutsche direkt zum frühen Break. Erst im vierten Spiel merkte man, dass Rublev besser in die Partie fand. Solange Struff aber konstant den ersten Aufschlag ins Feld brachte, fand der Russe keinen Angriffspunkt.

Die Punkte blieben erwartungsgemäß kurz. Wurden die Ballwechsel aber doch mal länger, lag der Vorteil meist bei Rublev. Struff gelang es aber, seinen Break-Vorsprung zu konservieren. Passend zum Spiel holte sich "Struffi" den ersten Satz mit einem Ass. Wenn der erste Aufschlag kam, machte er im ersten Durchgang 93 Prozent der Punkte!

Struff stellt Rublev vor große Fragen

Zu Beginn des zweiten Satzes gingen die Quoten des Warsteiners runter und Rublev übernahm die Kontrolle. So war es diesmal der 23-Jährige, der das frühe Break holen konnte. Bei 5:2 sah es danach aus, als würde der Monte-Carlo-Finalist souverän Richtung Satzausgleich steuern. Doch Struff kämpfte sich zurück in den Durchgang.

Während der 31-Jährige, der Rublev einst 2016 in der French-Open-Quali schlagen konnte, sein Service wieder in den Griff bekam, begann nun bei Rublev das große Zittern beim eigenen Service. Immer wieder beschwerte sich Rublev lautstark über die falsche Besaitung seiner Schläger. Er bekam keine Länge in seine sonst so druckvollen Grundschläge. Das nutzte "Struffi" aus.

Er holte sich nicht nur das Break zurück und kämpfte sich in den Tiebreak. Dort gelang es der deutschen Nummer zwei auch, sich sensationell noch den Satz zu schnappen. Was für ein Comeback vom Deutschen. Wie schon im ersten Durchgang holte er sich den entscheidenden Punkt mit einem Ass, dem neunten in Satz zwei.  

Rublev schlägt zurück

Ein Satzgewinn fehlte Struff nun also nur noch, um den Viertelfinalisten des Vorjahres aus dem Turnier zu nehmen. Rublev steht aber nicht umsonst seit Monaten fest in den Top-10. Der Russe blieb im Match und wenn Struff beim eigenen Service schwächelte, war er blitzschnell zur Stelle. Im siebten Spiel war es dann geschehen. Zwei Doppelfehler und zwei verpasste Chancen am Netz waren zu viel, um den Aufschlag zu halten. Struff gab das Break zum 3:4 ab.

Auch in der Folge blieb München-Finalist Struff aber auf Augenhöhe und lauerte auf seine Chance, doch noch einmal zurück in den Satz zu kommen. Rublev gelang es mit verbessertem Service aber, den Deutschen gut in Schach zu halten. Erst als der Russe den Satz ausservieren wollte, griff "Struffi" doch noch einmal nach dem Break. Rublev wehrte die Chance aber ab und holte sich mit seinem vierten Satzball den dritten Durchgang.

Die Fans durften sich über ein spannendes Match freuen, das nun in den vierten Satz ging. Im vergangenen Jahr hatte Rublev in Runde eins gegen Sam Querrey einen 0:2-Satzrückstand noch umbiegen können. Struff wollte eine Wiederholung unbedingt verhindern. Wie schon in Satz drei musste er im siebten Spiel aber sein Service abgeben. Erneut lief der Deutsche also einem Breakrückstand hinterher und Rublev lief nun heiß. Die Winner flogen Struff nur so um die Ohren. Nach nur 37 Minuten ging auch Satz vier an den Russen - Entscheidungssatz!

Struff behält die Nerven

Und in den startete "Struffi" stark. Schon im dritten Spiel erarbeitete er sich die ersten drei Breakbälle. Den letzten konnte er dank eines mutigen Rückhand-Returns verwerten. Die Faust von Trainer Carsten Arriens ging an seinen Schützling, der ein tolles Match ablieferte. In dieser Phase nahm Struff sein Schicksal in die eigene Hand, weil er mehr Risiko ging als sein Gegenüber.

Angetrieben vom lautstarken Publikum, das in der Mehrzahl mit dem Russen mitfieberte, gab sich Rublev aber keineswegs geschlagen. Im achten Spiel musste "Struffi" doppelten Breakball abwehren. Mt gutem Service und viel Mumm gelang dies dem Deutschen aber erneut.

Dann musste er noch ausservieren. Und, wie fast im gesamten Match, konnte er sich auf sein starkes Service verlassen. So stand letztlich ein überragender Fünf-Satz-Sieg in den Büchern. In Runde zwei wartet nun der Argentinier Facundo Bagnis.

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(Bild © IMAGO / Hasenkopf)

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Ronald Tenbusch
am 01.06.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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