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Das "Carlita"-Comeback ging unter die Haut

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01.06.2021|22:20 Uhr|von Dennis Ebbecke
Das "Carlita"-Comeback ging unter die Haut

Eines stand bereits vor diesem Erstrundenmatch fest: Es würde als eines der emotionalsten Duelle in die Geschichte der diesjährigen French Open eingehen. Carla Suarez Navarro feierte am Dienstagabend in Roland Garros ihr Comeback nach ihrem Sieg gegen den Krebs. Dass die Spanierin, einst die Nummer sechs der Welt, nicht nur zwei Stunden und 25 Minuten mithalten, sondern beim 6:3, 6:7 (4), 4:6 gegen die Grand-Slam-Siegerin Sloane Stephens auch noch den ersten Satz gewinnen konnte, macht die Geschichte umso bewegender.

Bereits im Vorfeld hat "Carlita" über die sozialen Netzwerke ausrichten lassen, wie bedeutend dieser Tag für sie sein würde: "Das ist der Moment, auf den ich gewartet habe." Im vergangenen Herbst war bei der heute 32-Jährigen ein bösartiger Tumor des Lymphsystems diagnostiziert worden. Die Spanierin kämpfte und besiegte den Krebs. Mit der Unterstützung ihrer Fans und vieler Top-Stars aus der Tennis-Szene im RückenMit der Unterstützung ihrer Fans und vieler Top-Stars aus der Tennis-Szene im Rücken lieferte Suarez Navarro der US-Open-Siegerin von 2017 einen großartigen Fight. Wobei: Wirklich an ihre Grenzen gehen, musste sie erst später im Match.

Coole "Carlita" - zu viele Unforced Errors bei Stephens

Denn während "Carlita" zu Beginn nahezu so spielte, als wäre sie nie weg gewesen, erlebte Stephens ein Wechselbad der Gefühle. Alleine im ersten Satz unterliefen der US-Amerikanerin, die bei den French Open 2018 das Finale erreicht hatte, knapp 25 vermeidbare Fehler. Die Spanierin hingegen blieb erstaunlich cool und nutzte die Unsicherheiten ihrer Gegnerin gnadenlos aus.

Besonders bezeichnend: Im zweiten Satz führte Stephens bereits mit 4:2, verpasste jedoch den Moment, der Rückkehrerin auf der anderen Seite des Netzes frühzeitig den Wind aus den Segeln zu nehmen. Stattdessen gelangen dieser drei Spiele in Folge zum 5:4. Allerdings wehrte sich die 28-Jährige noch einmal, indem sie nun entschlossener agierte und dafür mit dem Tiebreak belohnt wurde. In diesem erwischte die Ibererin den besseren Start - auch in dem Bewusstsein, dass ein dritter Satz ihre Kräfte weiter schwinden lassen könnten. Sie kämpfte grandios, konnte die 3:1-Führung allerdings nicht halten und verlor letztlich den Tiebreak.

Dritter Satz: Jetzt ging das Match an die Substanz

In diesem Moment erkannte auch die immer fightende Suarez Navarro, dass sie kaum in der Lage sein würde, im dritten Satz erneut mitzuhalten. Denn: Die Comebackerin ging jetzt sichtlich an ihre Grenzen, die Krampf-Gefahr machte sich bemerkbar. Und dennoch gelang es ihr, ein frühes Stephens-Break zu egalisieren. Später wiederholte sie dieses Spiel sogar ein weiteres Mal - aus 2:4 wurde 4:4. Bärenstark! Irgendwie schaffte es die heute alles andere als souveräne Stephens, als Siegerin vom Platz zu gehen - doch an diesem Abend gab es zwei Siegerinnen.

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(Bild © IMAGO / Shutterstock)

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Dennis Ebbecke
am 01.06.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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