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4:34 Stunden! „Dark Horse“ Ruud rutscht nach Youngster-Marathon raus

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04.06.2021|16:20 Uhr|von Björn Walter
4:34 Stunden! „Dark Horse“ Ruud rutscht nach Youngster-Marathon raus

Fünf Sätze, eine etwa 45-minütige Regenunterbrechung und ein geschlagener Geheimfavorit. Das Drittrundenmatch zwischen Casper Ruud und Alejandro Davidovich Fokina in Roland Garros hatte alles, was man sich von einem echten Grand-Slam-Krimi wünscht.

Am Ende musste sich der 22-jährige Norweger trotz vermeintlich stärkerer Physis mit 6:7 (3), 6:2, 6:7 (8), 6:0 und 5:7 gegen den stark aufspielenden Spanier geschlagen geben. Der nur ein Jahr jüngere Davidovich Fokina hatte dem aufstrebenden Sandplatzkönner in der Finalphase mit der größeren Risikobereitschaft das Wasser abgegraben.

Ruud unterliegt mega emotionalem Spanier

Ruud hatte zwar nach Wiederaufnahme des Matches und dem unglücklich verlorenen Tiebreak im dritten Satz das Heft des Handelns unnachgiebig an sich gerissen. Mit der Finalisierung klappte es später allerdings nicht. Dass am heutigen Freitagnachmittag kein Spaziergang auf die Nummer 15 der Setzliste wartet, wurde bereits im ersten Durchgang deutlich.

Den hart umkämpften Auftaktsatz sicherte sich Davidoch Fokina erst nach 82 kräftezehrenden Minuten. Im zweiten Akt bekam Ruud die Partie besser in den Griff. Nach einem Doppelschlag zum 2:1 und 4:1 war die Ernte eingefahren.

In puncto Konsequenz hatte der Sieger von Genf in diesem zähen Youngster-Duell allerdings nicht seinen besten Tag erwischt. Während Ruud im dritten Satz unvermittelt den Faden verlor, trat Davidovich Fokina nun deutlich entschlossener auf. Diese zupackende Art zahlte sich im Tiebreak aus, den der Iberer mit russisch-schwedischen Wurzeln trotz Rückstand von einem Minibreak noch zu seinen Gunsten entschied.

Abnutzungskampf über die volle Distanz

Im vierten Durchgang schwanden bei Davidovich Fokina, der sich zwischenzeitlich behandeln ließ, allerdings zusehends die Kräfte. Ruud nutzte das Zwischentief gnadenlos aus und flog mit 6:0 in den fünften und entscheidenden Satz.

Dort diktierte der Skandinavier das Match zunächst weiterhin mit seiner starken Topspin-Vorhand. Die Gegenwehr des Weltranglisten-46. war jedoch immer noch nicht gebrochen. Davidovich Fokina packte ebenfalls einige sensationelle Hiebe mit der Vorhand aus, hatte dafür aber Probleme wenn er sich schnell zur Rückhand bewegen musste.

Matchball-Drama

Dennoch war er der griffigere und galligere Spieler, als es darauf ankam. Beim Stand von 5:5 und Aufschlag Ruud holte sich Davidovich Fokina das entscheidende Break dank einer enormen Energieleistung.

Dann wurde es dramatisch: Bei seinem ersten Matchball verschätzte sich Davidovich Fokina bei einem Smash und hatte Pech mit einem Linienball seines Gegners. Bei Nummer zwei bis vier flatterten die Nerven. Auch ein Aufschlag von unten war dabei. Im fünften Anlauf klappte es endlich. Nach einem Service-Winner fiel „ADF“ vor Glück auf die Knie.

Im seinem ersten French-Open-Achtelfinale trifft das große Talent auf den Argentinier Federico Delbonis, der überraschend Fabio Fognini aus dem Turnier beförderte.

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(Bild (c) IMAGO/ Paul Zimmer)

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Björn Walter
am 04.06.2021 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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