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Klasse "Struffi"! Deutscher erteilt Wunderkind eine Lehrstunde

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05.06.2021|15:45 Uhr|von Ronald Tenbusch
Klasse "Struffi"! Deutscher erteilt Wunderkind eine Lehrstunde

Es war ein Sieg der Erfahrung über die Jugend. Jan-Lennard Struff hat sich in der dritten Runde der French Open mit 6:4, 7:6(3), 6:2 gegen das 18-jährige Ausnahmetalent Carlos Alcaraz durchgesetzt und damit das Ticket für das Achtelfinale gelöst. In einem umkämpften, aber doch deutlichen Match zeigte "Struffi" in den entscheidenden Momenten seine ganze Klasse.

Von Beginn an konnte der Deutsche den Schwung seiner glänzenden Siege gegen Andrey Rublev und Facundo Bagnis mitnehmen. Zwei schnelle Breaks gaben in Satz eins die Richtung vor. Alcaraz gab sich nicht auf und nahm dem 31-Jährigen noch einmal den Service ab. Gerade in den wichtigen Momenten konnte sich Struff aber auf seinen ersten Aufschlag verlassen. Mit 6:4 ging Satz eins an den DTB-Profi.

Für den jungen Spanier war es inklusive Qualifikation erst der zweite Satz, den er in Paris abgeben musste. Struff konnte zwar auch im zweiten Durchgang mit einem Break in Führung gehen, Alcaraz aber blieb dran und schaffte im achten Spiel das Re-Break - 4:4. Nun lag das Momentum eigentlich auf Seite der Nummer 97 der Welt.

Struff wehrt Satzball ab und dreht auf

Struff musste beim Stand von 5:6 aus seiner Sicht und eigenem Aufschlag plötzlich sogar einen Satzball abwehren. Mit einem erneut starken Service gelang ihm dies. Positive Energie, die Struff in den Tiebreak mitnehmen konnte. Dort dauerte es nicht lange und der Warsteiner hatte eine 5:0-Führung auf seiner Seite. Immer wieder gab sich Struff die Faust. Kurz darauf war auch Satz zwei eingetütet.

Alcaraz, der den Titelträger von Doha und München, Nikoloz Basilashvili, ausschalten konnte, brauchte nun also eine gewaltige Leistungssteigerung, um noch einmal ins Match zurückzukommen. Struff aber ließ das nicht einmal im Ansatz zu. Bei seinen ersten drei Aufschlagspielen gab "Struffi" nicht einen Punkt ab! Gleichzeitig setzte er den jungen Spanier mit aggressiven Returns unter Druck. Struff wusste, dass er das Match jetzt klarmachen konnte.

In Windeseile hieß es 5:0 für den München-Finalisten. Alcaraz spielte nur noch um einen akzeptablen Score und konnte den Deutschen tatsächlich noch einmal breaken. Doch letztlich holte sich Deutschlands Nummer zwei mit seinem 4. Matchball den Sieg und damit das Ticket für die Runde der letzten 16. Ein lang gezogenes "Jaaaaa!" schrie der Deutsche hinaus. Dann freute er sich über das zweite French-Open-Achtelfinale seiner Karriere, wo er auf Kohlschreiber-Bezwinger Diego Schwartzman trifft.

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(Bild © IMAGO / PanoramiC)

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Ronald Tenbusch
am 05.06.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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