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Pavlyuchenkova darf vom Titel träumen

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10.06.2021|16:45 Uhr|von Christian Schwell
Pavlyuchenkova darf vom Titel träumen

Anastasia Pavlyuchenkova (WTA 32) ist mit 29 Jahren so nah wie nie an einem ganz großen Coup. Durch ein 7:5, 6:3 über Tamara Zidansek (WTA 85) zieht die Russin ins Finale der French Open ein und wartet nun auf ihre Gegnerin.

Zidansek verspielt ihre Vorteile in Satz eins

Pavlyuchenkova ist aus der Kombination von Alter und Karrierebilanz mit Sicherheit die erfahrenste Spielerin im diesjährigen French-Open-Halbfinale, was die konkrete Situation - nämlich die Vorschlussrunde eines Grand Slams zu spielen - angeht, ist sie aber ebenso eine Novizin wie ihre drei jüngeren noch im Turnier verbliebenen Kolleginnen.

Tatsächlich war es dann auch die 23-jährige Slowenin Zidansek, die sich mit einem Break sofort zu Beginn des ersten Durchgangs einen kleinen Vorteil erspielte. Die Freude darüber war nur von kurzer Dauer, denn Pavlyuchenkova blieb unbeeindruckt und holte sich das Break zum 2:2 zurück.

Anschließend brachten beide Spielerinnen zunächst ihre Aufschlagspiele recht sicher durch, bevor Zidansek bei 3:4 aus ihrer Sicht ein Service-Game, dass bei 40-0 ebenfalls schon sicher gewonnen schien, durch einen plötzlich einsetzenden Fehler-Hagel noch spannend machte und letztendlich verlor. Die Slowenin nahm den kurzzeitig verlorenen Faden in ihrer Konzentration aber sofort unbeeindruckt von der bedrohlichen Situation in diesem Satz wieder auf und kam ihrerseits durch ein Break auf 4:5 heran, weil ihre starke Vorhand wieder ihr Ziel fand.

Ein Doppelfehler beendet den ersten Durchgang unrühmlich

Die wiedergefundene Stärke Zidanseks drängte Pavlyuchenkova  immer mehr in eine gewisse Passivität, aus der sie sich zunächst nicht  mehr befreien zu können schien. Nachdem die Russin sich aber ein wenig zu einem 6:5 durchgemogelt hatte, war es Zidansek, die Nerven zeigte: Mit einer wieder erhöhten Fehlerquote und in letzter Konsequenz gar mit einem Doppelfehler lieferte sie der Gegnerin die Satzführung auf dem Silbertablett. Ein spannender und ausgeglichener Durchgang endete so weit unter dem Niveau der vorherigen 56 Minuten.  

Viel Kopfsache in Durchgang zwei

Im zweiten Satz neige sich die Waagschale dann deutlicher zugunsten der besser platzierten Spielerin. Ein erstes Break Pavlyuchenklovas konnte Zidansek zwar noch kontern, insgesamt ließ das Spiel der Slowenin aber mittlerweile die Sicherheit vermissen, die bis zur Mitte des ersten Satzes ausgezeichnet hatte. Im Bemühen, weiter druckvoll zu agieren, unterliefen ihr jetzt viel zu viele Fehler, die sich zu einer scheinbar vorentscheidenden 4:1-Führung für Pavlyuchenkova summierten.

Erst jetzt, mit dem Rücken zur Wand, lief der Arm bei Zidansek wieder etwas flüssiger - im selben Maße kroch zudem die Angst vor dem Gewinnen in die Schläge und die Beine Pavlyuchenkovas. Das Resultat dieser Entwicklung in den Köpfen der beiden Spielerinnen war ein 3:4 und die Möglichkeit für Zidansek, mit eigenem Aufschlag zum Ausgleich zu kommen. Kaum gab es aber auch für die Slowenin wieder etwas zu verlieren, änderte sich in den Köpfen der Spielerinnen erneut Grundlegendes. Wiedergefundene Courage auf Seite Pavlyuchenkovas, die Rückkehr des Fehlerteufels bei Zidansek - nach einer Stunde und 36 Minuten konnte Anastasia Pavlyuchenkova etwas ungläubig ihren ersten Einzug in ein Grand-Slam-Finale feiern.

 

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(Bild: (c) IMAGO / Xinhua )

     

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Christian Schwell
am 10.06.2021 gepostet von:
Christian Schwell
Redakteur
Christian ist wie so viele im Zuge des Becker-Booms zum Tennis gekommen. Ein Tennis-Verrückter, der seine Texte gerne mit etwas Humor würzt. Der ist besser als sein Tennisspiel. Glaubt er.

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