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Finale ohne Top-30-Spielerin: Ein Traum wird wahr!

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12.06.2021|10:00 Uhr|von Dennis Ebbecke
Finale ohne Top-30-Spielerin: Ein Traum wird wahr!

Muguruza, Ostapenko, Halep, Barty und Swiatek: In den vergangenen fünf Jahren konnte triumphierte immer eine Spielerin bei den French Open, die dieses prestigeträchtige Grand-Slam-Turnier zuvor noch nie gewonnen hatte. Bereits vor dem Finale 2021 steht fest, dass diese Serie ausgebaut wird. Denn weder Anastasia Pavlyuchenkova noch Barbora Krejcikova kennen das Gefühl eines Paris-Sieges, geschweige denn eines Endspiels bei diesem Major. Heißt im Umkehrschluss: Ein ganz großer Traum wird in Erfüllung gehen!

Mit diesem Duell zwischen der Russin und der Tschechin am heutigen Sonntag (15.00 Uhr/Eurosport) dürfte niemand gerechnet haben. Schließlich findet dieses Überraschungsfinale von Roland Garros ohne Teilnahme einer Top-30-Spielerin statt, wenngleich beide natürlich in der kommenden Woche Boden gut machen werden. Pavlyuchenkova ist aktuell die Nummer 32 der Welt, ihre Kontrahentin liegt einen Platz dahinter.

Emotionale Russin, coole Tschechin

Insbesondere für die 29-Jährige Russin, die bereits in der Jugend mit großen Vorschusslorbeeren bedacht wurde, ist dieses Endspiel eine Art Genugtuung. Zuvor war sie in ihrer Laufbahn sechsmal in einem Major-Viertelfinale gescheitert und noch nie über diese Hürde hinausgekommen. In ihrem 52. Anlauf gelang ihr endlich das Kunststück, ein Grand-Slam-Finale zu erreichen. Demnach konnte sie bereits den Sprung ins Halbfinale als Erfolg verbuchen. Nachdem sie in diesem Match auch noch Tamara Zidansek souverän mit 7:5, 6:3 geschlagen hatte, konnte es die 29-Jährige selbst kaum glauben: "Wow, es ist unglaublich. Es ist so emotional für mich. Ich weiß gar nicht, was ich denken und sagen soll."

Ähnlich erging es Krejcikova, die als ungesetzte Spielerin (ihre Final-Gegnerin ist an #31 gesetzt) in dieses Endspiel gestürmt ist. Auf dem Weg dorthin blieb die vier Jahre jüngere Tschechin erstaunlich cool, ließ gegen klangvolle Namen wie Elina Svitolina, Sloane Stephens und US-Wunderkind Cori Gauff so gut wie gar nichts zu. Und dann behielt sie auch noch im Halbfinale in der Nervenschlacht gegen Maria Sakkari die Ruhe. 7:5, 4:6, 9:7 lautete das Endresultat, mit dem Krejcikova das erste Damen-Finale in Paris mit griechischer Beteiligung verhinderte. Ein Doppelschlag Griechenlands wäre möglich gewesen: Mit Stefanos Tsitsipas, der Alexander Zverev bezwingen konnte, steht ein Hellene dieses Jahr im Endspiel, trifft dort auf Nadal-Besieger Novak Djokovic.

Krejcikova im Einzel- und Doppel-Finale von Roland Garros

Zurück zu den Damen: Krejcikova hat - ähnlich wie Pavlyuchenkova - in den vergangenen zwei Wochen alle Experten und Zuschauer überrascht. Bis zu 5.000 Fans werden heute live auf Court Philippe-Chatrier mitfiebern und beobachten, wer in Swiateks Fußstapfen tritt. Die 25-Jährige war nach ihrem historischen Sieg über Sakkari aufgewühlt, dankte ihrer 2017 verstorbenen Ex-Trainerin Jana Novotna, die in Paris nie über das Halbfinale hinausgekommen war. Krejcikovas Erkenntnis aus ihrem epischen Finaleinzug: "Ich wollte immer schon so ein Match spielen. Hier, aber auch im normalen Leben ist es das Wichtigste, zu kämpfen."

Die Voraussetzungen für einen packenden Fight im Underdog-Finale der French Open sind gegeben. Tennis kann auch ohne Favoritensiege attraktiv sein: Das haben beide Spielerinnen bereits bewiesen. Kampfgeist wird die Tschechin übrigens brauchen, denn nach ihrem Einzel-Finale steht für sie auch noch das Doppel-Endspiel auf dem Programm, in dem sie an der Seite ihrer Landsfrau Katerina Siniakova auf das Duo Iga Swiatek/Bethanie Mattek-Sands trifft.

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(Bild © IMAGO / ZUMA Wire / Montage)

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Dennis Ebbecke
am 12.06.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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