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Barty-Party in Wimbledon! „Ash“ krönt sich zur Rasenkönigin

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10.07.2021|17:05 Uhr|von Björn Walter
Barty-Party in Wimbledon! „Ash“ krönt sich zur Rasenkönigin

Die beste Spielerin der Welt ist Wimbledon-Siegerin! Ashleigh Barty hat den Tennis-Olymp erklommen. Dank einer über weite Strecken beeindruckenden Finalshow gegen die lange überforderte Tschechin Karolina Pliskova setzte sich „Ash“ erstmals die Krone beim prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt auf.

Die Zahlen passten vor allem im ersten Satz zur fantastischen Leistung. Mit 6:3, 6:7 (4) und 6:3 setzte sich die 25-jährige Australierin gegen ihre hochgewachsene Gegnerin durch. Technisch ausgereift, mit großartiger Beinarbeit und fast immer der richtigen Schlagauswahl – Barty war an diesem Endspieltag lange eine Klasse für sich.

Barty erklimmt den Rasen-Thron

Auch mental hatte die Nummer eins der Welt gegenüber der US-Open-Finalistin von 2016 zunächst die Nase vorn. Denn besser in ein Grand-Slam-Endspiel starten kann man kaum. Nach elf Minuten stand es bereits 4:0 für die Favoritin. Die ersten 14 Punkte gingen allesamt an Barty – Wahnsinn!

Selbst die zwei unnötigen Aufschlagverluste zum 4:1 und 5:2 wirkten sich nicht nachhaltig auf das Nervenkostüm der French-Open-Siegerin von 2019 aus. Pliskova hatte zwar nun endlich ihre Passivität von der Grundlinie und Zurückhaltung beim Aufschlag abgelegt, mehr als Ergebniskosmetik war allerdings nicht drin für die 29-Jährige. Mit einem souveränen Zu-Null-Spiel servierte Barty den ersten Durchgang aus.

Pliskova löst die Handbremse spät, aber nicht zu spät

Vor genau zehn Jahre hatte sie bereits den Juniorinnen-Wettbewerb in Wimbledon gewonnen. Eine Dekade später war nun auch der Titel bei den Profis zum Greifen nahe. Spätestens nach dem Break zum 2:1 im zweiten Satz schien der Weg geebnet. Pliskova gab dieses Aufschlagspiel sang und klanglos ab und wirkte weiterhin nervös und gehemmt.

Doch nun zeigte auch Barty, dass sie nicht frei von flatternden Nerven ist. Das Rebreak zum 3:3 leitete die Brachenführerin mit einem Doppelfehler ein und baute Pliskova somit unfreiwillig auf. Plötzlich war es doch ein Endspiel auf Augenhöhe. Beim Stand von 5:5 und Aufschlag für die Tschechin spielte sich ein kleines Drama ab.

Bitterer Volley-Fehler und flatternde Nerven

Pliskova verpasste es, nach einem großartigen Ballwechsel den Punkt mit einem vergleichsweise einfachen Volley zum Spielgewinn abzuschließen – und bekam die Quittung: Von 0-40 kam Barty zurück und machte das vermeintlich vorentscheidende Break zum 6:5. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Beim Ausservieren wurde bei „Ash“ der Arm erneut schwer – Rebreak, Tiebreak!

Dort drehte die Nummer 13 der Welt erstmals so richtig auf. Mit der Netzkante im Bunde und deutlich griffigeren Schlägen holte sich Pliskova den verdienten Satzausgleich.

Barty kann noch mal zulegen in Satz drei

Mit Beginn des Finaldurchgangs war Barty aber wieder voll in der Spur. Das Rezept: Mehr Aggressivität und Tempo in der Vorhand und eine offensivere Position näher an der Grundlinie. Die schnelle 3:0-Führung gab ihr Recht. Pliskova war jetzt zwar voll drin in der Partie, ihr knallharter Paradeschlag reichte allerdings nicht zur kompletten Wende. Unter dem Strich setzte sich das größere Repertoire der Weltranglistenersten durch.

Beim Ausservieren ging es dennoch erneut hoch her. Pliskova bekam noch mal die Chance zum Break. Doch Barty blieb cool und ging nach einem Rückhandfehler der Tschechin vor Glück in die Knie.

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(Bild (c) IMAGO/ Xinhua)

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Björn Walter
am 10.07.2021 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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