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Djokovic: Darum würde ihm dieser Rekord "alles bedeuten"

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11.07.2021|10:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
Djokovic: Darum würde ihm dieser Rekord "alles bedeuten"

Es ist mal wieder an der Zeit, Geschichte zu schreiben: Am heutigen Sonntag im Finale von Wimbledon (15 Uhr/Sky) kann das sowohl Novak Djokovic als auch seinem Widersacher Matteo Berrettini gelingen - wenngleich die Dimensionen unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Letzterer als erster Italiener überhaupt das traditionsreichste Rasen-Turnier für sich entscheiden könnte, fiebert der "Djoker" seinem 20. Grand-Slam-Titel entgegen - sowie weiteren Rekorden und Karriere-Highlights.

"Ich hoffe, dass auch das Publikum die Bedeutung dieses Matches für mich anerkennt, dass Geschichte auf dem Spiel steht", erklärte der Weltranglistenerste im Vorfeld des Duells gegen Berrettini, den er in den beiden bisherigen Duellen bezwingen konnte (zuletzt im Viertelfinale der French Open in diesem Jahr in vier Sätzen). Mit seinem Statement spielte Djokovic darauf an, dass es die Tennis-Fans an der Church Road in der Regel eher mit den Lokalmatadoren und Underdogs - mit Ausnahme von Federer natürlich - halten als mit den gestandenen Stars.

Dennoch werden auch die Zuschauer sicherlich das Gespür mitbringen und erkennen, wie viel für den Mann auf dem Spiel steht, der seinen sechsten Wimbledon-Titel einfahren könnte. Falls es klappt, würde der Serbe mit seinen ewigen Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal gleichziehen, die ebenfalls 20 Majors gewinnen konnten. Dieser Rekord würde dem 34-Jährigen "alles bedeuten".

Djokovic auf Steffis Spuren

Da "Nole" 2021 bereits in Melbourne und Paris triumphieren konnte, wäre er mit einem Erfolg in Wimbledon zudem der erst fünfte Spieler, der die ersten drei Grand Slams des Jahres gewann. Zuletzt glückte dieses Kunststück Rod Laver 1969 - also vor über fünf Jahrzehnten. In demselben Jahr holte sich der Australier übrigens den "Grand Slam". Er war also der bis dato letzte Profi, der aus allen vier Majors eines Jahres siegreich hervorging. Dies ist ein weiterer Ansporn für Rekordjäger Djokovic - ebenso wie der "Golden Slam", den er mit einem Olympiasieg in Tokio perfekt machen würde. Damit würde er in die Fußstapfen von Steffi Graf treten, die den historischen Fünferpack 1988 geschnürt hatte.

Bei so vielen glorreichen Aussichten im Hinterkopf gilt es für den "Djoker", bei sich zu bleiben und von Match zu Match denken. Auch wenn er als klarer Favorit in sein persönlich 30. Major-Finale geht, könnte Berrettini durchaus zum Stolperstein werden. Denn er sei laut Djokovic wohl derjenige, der in diesem Jahr auf Rasen am besten in Form war. "Er ist brandheiß", ist der Serbe überzeugt. Vor Wimbledon siegte der Römer als Debütant im Queen's Club. Da werden Erinnerungen an einen gewissen Boris Becker wach, der dieses Vorbereitungsturnier 1985 bei seiner allerersten Teilnahme gewann und kurz darauf auch in London triumphierte.

Erst Wimbledon, dann Wembley: Berrettini möchte italienischen Titel-Tag einläuten

Kann er dafür sorgen, dass sich Geschichte wiederholt? Die perfekten Rasen-Voraussetzungen bringt er mit seinem harten Aufschlag und seiner nicht minder imposanten Vorhand definitiv mit. Berrettini kann befreit aufspielen, denn seinen größten Erfolg nach dem US-Open-Halbfinale 2019 hat er bereits in trockene Tücher gebracht. Nun folgt die Kür, der eine ganze Tennis-Nation entgegenfiebert. Sein Wimbledon-Sieg wäre der Startschuss für einen goldenen italienischen Sport-Sonntag, den am Abend (21 Uhr) die Squadra Azzurra im Finale der Fußball-EM gegen England krönen könnte. Erst Wimbledon, dann Wembley: Es klingt aus italienischer Sicht zu schön, um wahr zu sein. Und dann ist da ja noch ein Djokovic, der diese Party unbedingt crashen möchte ...

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(Bild © IMAGO / PanoramiC)

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Dennis Ebbecke
am 11.07.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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