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Favoritensturz! Tsitsipas scheitert an gewitztem Underdog

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16.07.2021|16:05 Uhr|von Maximilian Bohne
Favoritensturz! Tsitsipas scheitert an gewitztem Underdog

Erst sah alles nach einer Machtdemonstration aus, doch dann schlug der Außenseiter zurück. Filip Krajinovic hat die Sensation geschafft und beim ATP-Turnier in Hamburg Titelfavorit Stefanos Tsitsipas aus dem Wettbewerb geworfen. Der Serbe setzte sich nach misslungenem Start verdient mit 3:6, 6:1, 6:3 durch. 

Tsitsipas gibt Vorsprung aus der Hand 

Schon im vergangenen Jahr hatte Tsitsipas in Hamburg das Finale erreicht, unterlag dort dann aber Andrey Rublev knapp. Nun sollte es eigentlich mit dem ersten Titel an der Alster klappen. Das demonstrierte die Nummer eins der Setzliste in den ersten 20 Minuten eindrucksvoll und gnadenlos. 

Von Beginn an fokussiert und angriffslustig, ballte Tsitsipas nach seinen zahlreichen Vorhand-Winnern immer wieder die Faust, gewillt, den ersten Durchgang möglichst schnell einzutüten. Getragen vom euphorischen Publikum im Stadion am Rothenbaum zog der Favorit mit zwei Breaks auch schnell auf 5:0 davon. Krajinovic kämpfte darum, ein Bein auf den Boden zu bekommen - das sollte immer besser gelingen. 

Krajinovic entgeht Höchststrafe - und wendet die Partie

Tsitsipas hielt den Druck hoch und erspielte sich nach nur 24 Minuten seinen ersten Satzball. Doch Krajinovic konnte abwehren und der Höchststrafe mit seinem ersten Spiel gerade noch entgehen. Und damit nicht genug. Plötzlich gab es die ersten Breakbälle für Krajinovic, der sich nicht zweimal bitten ließ und nochmal auf 3:5 verkürzte. Mehr war in diesem Durchgang aber nicht mehr drin, denn Tsitsipas blieb nun wachsamer und verwandelte zum 6:3. 

Doch der Wechsel des Momentums war eingeläutet. Plötzlich funktionierte Krajinovics Rückhand immer besser, mit zahlreichen Stops entnervte der 29-Jährige seinen Gegner zusätzlich. Folgerichtig gehörte das erste Break des Satzes zum 3:1 Krajinovic - zum großen Frust Tsitsipas', der diesen an seinem Racket ausließ. 

Spätestens mit dem Break im Rücken geriet Krajinovic richtig in Fahrt. Nahezu jeder Schlag saß jetzt, das Publikum quittierte die teilweise spektakulären Punktgewinne immer wieder mit frenetischem Applaus. Der Sargnagel für Tsitsipas war das Aufschlagspiel bei 1:4. Ein solides 40:0 verwandelte sich nämlich doch noch in ein Break und wenig später stellte Krajinovic die Uhren mit 6:1 wieder auf Anfang. 

Vor allem über den zweiten Aufschlag machte Krajinovic deutlich mehr Punkte als Tsitsipas, der schon zu Beginn des dritten Satzes wieder Probleme beim Service bekam. Mit dem dritten Breakball schlug der Serbe dann tatsächlich wieder zum Break zu und erhöhte beim eigenen Service auf 3:1. Nun hielt der Underdog alle Trümpfe in der Hand. 

Immer wieder waren eine gute Verteidigung und gut gesetzte Stops die Mittel der Wahl für Krajinovic, der die Führung souverän verwaltete und sogar noch hätte ausbauen können. Nach knapp zwei Stunden Spielzeit war es dann soweit: Mit seinem ersten Matchball verwandelte Krajinovic bei Aufschlag Tsitsipas mit einem weiteren Break zum 3:6, 6:1, 6:4 und bejubelte den geglückten Favoritensturz. 

Serbien-Duell im Halbfinale

Im Halbfinale kommt es nun am Samstag zum rein serbischen Duell. Dann bekommt Krajinovic es mit Laslo Djere zu tun, der sich im ersten Viertelfinale des Tages mit 6:2, 6:2 gegen Nikoloz Basilashvili durchgesetzt hatte. 

Von Maximilian Bohne aus Hamburg. 

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(Bild © IMAGO / Baering)

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Maximilian Bohne
am 16.07.2021 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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