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"Pistol Pete" wird 50: Der Typ, "der nur Titel gewinnen wollte"

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12.08.2021|09:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
"Pistol Pete" wird 50: Der Typ, "der nur Titel gewinnen wollte"

"Ich wollte nie der Typ sein, der durch irgendetwas auffällt. Ich wollte der Typ sein, der Titel gewinnt." Beides ist ihm eindrucksvoll gelungen: Pete Sampras. Der US-Amerikaner feiert am heutigen 12. August seinen 50. Geburtstag. Anlässlich seines besonderen Ehrentages blicken wir zurück auf die Erfolge, Stärken und Eigenheiten von "Pistol Pete".

Mit Blick auf ihre jeweils 20 Major-Titel gelten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal als die besten Tennisspieler aller Zeiten. Direkt dahinter kommt Sampras, der 14 Triumphe auf Grand-Slam-Niveau verbuchen konnte. Siebenmal siegte er in Wimbledon, fünfmal in seiner Heimat bei den US Open und zweimal bei den Australian Open.

Nur ein Erfolg bei den French Open blieb dem einstigen Ausnahmeprofi verwehrt. Sampras war der Spieler, der in den 90ern eine Wachablösung an der Weltspitze einläutete. Und Sampras war der Spieler, gegen den wiederum ein gewisser Federer 2001 im Achtelfinale von Wimbledon die Wachabläsung einläutete. In den Jahren dazwischen galt Sampras als das Maß aller Dinge.

Der US-Open-Titel, der für Sampras noch zu früh kam

Der Sohn griechischer Einwanderer war gerade einmal 19 Jahre alt, als er 1990 in Flushing Meadows nach den Sternen greifen und dort die großen Legenden mit den Stars and Stripes auf der Brust bezwingen konnte. Im Viertelfinale beendete er die Erfolgsserie von Ivan Lendl, der zuvor siebenmal in Folge das Finale der US Open erreicht hatte. Im Halbfinale stoppte er John McEnroe und im Endspiel hatte ein gewisser Andre Agassi - selbst nur ein Jahr älter als sein Kontrahent - das Nachsehen. Rückblickend sagte der jüngste New-York-Sieger aller Zeiten einmal, dass er für diesen Titel noch nicht bereit gewesen sei. Denn es sollte drei Jahre dauern, ehe der Name Sampras wieder auf einem Grand-Slam-Pokal eingraviert werden konnte - und zwar 1993 in Wimbledon und erneut bei den US Open.

Sampras war nun in der Weltspitze angekommen. Insgesamt 286 Wochen grüßte der US-Star während seiner ruhmreichen Karriere von Weltranglistenposition eins. Neben seinen Major-Erfolgen feierte er fünf ATP-WM-Titel (in Erinnerung blieben unter anderem epische Matches in Hannover und Frankfurt gegen Boris Becker), zwei Davis-Cup-Triumphe. 64 Turniersiege im Einzel und zwei im Doppel konnte "Pistol Pete" verbuchen.

Kein "Bic Mac" und kein Paradiesvogel, sondern "Pistol Pete"

Niemand schoss in dem besagten Jahrzehnt so schnell wie der US-Amerikaner, der als Sportler wenig mit seinen schillernden Landsmännern zu tun hatte. Die Emotionen eines "Big Macs" waren ihm ebenso fremd wie die Paradiesvogel-Allüren eines Agassis. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Während andere Legenden dem Tennissport als Trainer oder TV-Experten erhalten geblieben sind, lebt Sampras weitestgehend zurückgezogen und widmet sich seiner Familie. Er wollte eben nie der Typ sein, der durch irgendetwas auffällt ...

Aufgefallen ist er dennoch! Ob mit seinen schnellen Aufschlägen, die keiner großen Vorbereitunszeit bedurften. Ob mit seinem sogenannten "Sampras-Smash", der den klassischen Schmetterball mit dem Sprungwurf aus dem Basketball kombinierte. Oder mit seinem brandgefährlichen zweiten Aufschlag, der vielen Kontrahenten die Hoffnung raubte. Sampras' wichtigste Eigenschaft: Er ist bis heute ein feiner Kerl, der als Profi keine großen Töne spuckte, sondern große Titel errang. Sein Motto: "Ich lasse meinen Schläger sprechen. Nur darum geht es. Ich gehe raus und gewinne Tennis-Matches." Happy Birthday, "Pistol Pete"!

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(Bild (c) IMAGO / Action Plus)

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Dennis Ebbecke
am 12.08.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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