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Wechselbad! Rublev und Paire liefern Super-Show

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20.08.2021|20:55 Uhr|von Dennis Ebbecke
Wechselbad! Rublev und Paire liefern Super-Show

Das Masters in Cincinnati ist für Benoit Paire vorbei! Der Franzose hatte in seinem Viertelfinale gegen Top-Ten-Spieler Andrey Rublev in Satz eins mit massiven Schulter- und Nackenbeschwerden zu kämpfen. Der Russe zog mit 6:2, 3:6, 6:3 ins Halbfinale ein, hatte es aber nur zu Beginn leicht. Der erste Satz war nach nur 20 (!) Minuten Geschichte.

Er war angetreten, um Spaß zu haben und zu verbreiten - und das war ihm in seinen ersten Matches bei diesem 1000er-Turnier hervorragend gelungen. Auch die Ergebnisse stimmten, er schaltete namhafte Profis wie Denis Shapovalov oder John Isner aus. In einem Statement, das auch in den sozialen Medien die Runde machte, hatte der 32-Jährige erklärt, dass er gerne mal in ein Restaurant oder irgendwo ein Bier trinken gehe. Daher sei er mit der Corona-Situation nicht gut zurechtgekommen. "Ehrlich gesagt, ich bin so froh, dass ich weitermachen und Spaß mit den Leuten haben kann. Das ist der einzige Grund, warum ich spiele. Einfach um Spaß zu haben", so der Weltranglisten-50.

Dass er diese Freude gegen Rublev zunächst nicht ausstrahlen konnte, hatte mit seiner Blessur zu tun, die ihm sichtlich Schmerzen bereitete. Die Nummer vier der Setzliste auf der anderen Seite des Netzes ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Seine Quote der gewonnen Punkte mit dem ersten Aufschlag (91 %) unterschied sich in Satz eins kaum von der mit dem zweiten Aufschlag (86 %). Stark!

Damit hatte niemand gerechnet: Paire meldet sich zurück!

Nach einer kurzen Behandlungspause infolge des 2:6-Satzverlustes befürchteten die Zuschauer bereits eine Aufgabe des Franzosen. Doch wer Paire kennt, der weiß, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Er kämpfte sich zurück und erwischte Rublev zu Beginn des zweiten Durchgangs auf dem falschen Fuß. Das erste Break zum 3:1 ging tatsächlich an den angeschlagenen Mann aus Avignon, dessen Kontrahent in dieser Phase gedanklich nicht voll bei der Sache war. Daran sollte sich bis zum Ende dieses Satzes nichts mehr ändern.

Nach dem ersten klaren Satzverlauf konnte niemand ahnen, dass dieses Match eine solch entertainige Wendung nehmen würde. Irre Stopps von Paire, bei denen Rublev kein Mittel fand. Ein packendes sechstes Spiel im dritten Satz, in dem der Franzose Breakbälle abwehrte und danach feierte, als ob er gerade das Match gewonnen hätte. Und im Anschluss ein Schnürsenkel-Problem an den Schuhen des Russen, das eine Pause erforderte.

Dieser Moment schien letztlich Rublev in die Karten gespielt zu haben. Er nutzte die Zeit, um herunterzufahren und sich zu besinnen. Die Folge: Der 23-Jährige holte sich die drei darauffolgenden Spiele und zog doch noch ins Halbfinale ein - zum dritten Mal in seiner Karriere bei einem Masters. Dort wartet auf ihn Daniil Medvedev oder Pablo Carreño Busta. Was bleibt von Paires Auftritt in Cincinnati? Dass er überwiegend Spaß hatte - und diese auf das Publikum übertrug.

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(Bild © IMAGO / Icon SMI)

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Dennis Ebbecke
am 20.08.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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