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3:30-Stunden-Wahnsinn! Griechin schreibt Tennis-Geschichte

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07.09.2021|08:35 Uhr|von Adrian Rehling
3:30-Stunden-Wahnsinn! Griechin schreibt Tennis-Geschichte

Der Begriff des Wahnsinns bzw. der Krimis ist dieser Tage rund um die US Open beinahe schon überstrapaziert. Was aber Maria Sakkari und Bianca Andreescu in ihrem Achtelfinale auf den Platz zauberten, war wirklich der helle Wahnsinn. Über 3 Stunden und 30 Minuten begeisterten sie die Fans mit einem 7:6, 6:7, 6:3 für die Griechin. 

Es war ein Drama in mehreren Akten. Der Erste: Direkt im ersten Durchgang. Andreescu, Siegerin von 2019, zog schnell auf 3:0 davon und schien zur Satzführung zu eilen. Doch Sakkari fightete sich zurück in den Satz, hatte nach dem Break zum 3:4 beim 4:4 den Ausgleich geschafft. Beim 5:6 stand sie bei eigenem Aufschlag dann mit dem Rücken zur Wand, hatte einen Satzball abzuwehren - es gelang. Damit war der Rückstand allerdings nur aufgeschoben und nicht aufgehoben, denn im Tiebreak zog Andreescu über 2:0 und 4:1 auf 7:2 davon. Zu diesem Zeitpunkt war schon über eine Stunde gespielt.

Es sollte aber noch viel länger dauern. Denn der zweite Satz dauerte beinahe eineinhalb Stunden. Zu Beginn geprägt von einem Break-Festival, denn die Spiele vom 2:0 bis 3:2 waren allesamt geprägt von Aufschlagverlusten. Im Anschluss blieb in engen Spielen alles in der Reihe, ehe es zum zweiten Mal dramatisch wurde. Über 3:1 setzte sich Sakkari auf 6:3 ab, erspielte sich also gleich drei Satzbälle. 6:4, 6:5, 6:6 - Andreescu wehrte alle Möglichkeiten ab. Beim vierten Satzball war sie dann allerdings chancenlos, der Satzausgleich.

Sakkari stammelt: "Es tut mir leid. Ich bin sprachlos." 

Es ging also in den dritten Durchgang. Die Kanadierin konnte ein 2:0 vorlegen, ehe es bitter für sie wurde. Beim Stand von 3:3 musste sich die 21-Jährige lange in den Katakomben behandeln lassen, kam dick bandagiert wieder zurück auf den Court. Und hatte fortan mächtig Probleme, sich überhaupt angemessen zu bewegen. Doch Andreescu und Sakkari lieferten sich weiterhin einen irren Fight. Andreescu zitterte die Aufschläge mit Minimal-Geschwindigkeit rein, war in den Ballwechseln aber verhältnismäßig gut in Bewegung - und begeisterte unter anderem mit einem sensationellen Rückhand-Cross-Passierball beim Stand von 3:4.

Auch auf die ersten drei Matchbälle hatte sie passende Antworten parat: Erst mit einem perfekten Drop-Volley, dann mit einer "Angie-Gedächtnis-Vorhand" aus den Knien und anschließend mit großer Moral, als sie alles zurückbrachte und Sakkari schließlich die Vorhand verzog. Mit dem vierten Matchball war es aber letztlich geschehen, weil die Griechin ihre Kontrahentin quer über den Platz schickte und ein Lob nur noch unzureichend für Andreescu zu erreichen war, deren Überkopfball im Netz landete. 

Riesenjubel bei Maria Sakkari, die damit Geschichte schrieb. Sie ist die erste Spielerin ihres Landes, die es bei den US Open in die Runde der besten Acht schaffte. Dementsprechend groß war die Freude: "Ich wusste, dass es ein hartes Match werden würde. Bianca liebt diesen Platz, sie hat hier Geschichte geschrieben. Sie hat das Publikum hinter sich (...) Es tut mir leid. Ich bin sprachlos." Sprachlos ob des 3:30-Stunden-Wahnsinns, der alle von den Plätzen riss.

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(Bild (c) IMAGO / ZUMA Wire)

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Adrian Rehling
am 07.09.2021 gepostet von:
Adrian Rehling
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Adrian liebt seinen Job. Social-Media-Spürnase, bringt das nötige Quäntchen Boulevard ins Team. Gute Laune in Person.

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