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Alcaraz-Märchen beendet! FAA schreibt Geschichte

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08.09.2021|08:30 Uhr|von Ronald Tenbusch
Alcaraz-Märchen beendet! FAA schreibt Geschichte

Was für ein denkwürdiger Tag für Kanada, was für ein besonderer Tag für Felix Augier-Aliasimme. Der 21-Jährige aus Montreal führte 6:3, 3:1, als sein Gegner Carlos Alcaraz das Viertelfinale der US Open vorzeitig beenden musste. Das bittere Ende des Alcaraz-Märchens wegen Adduktoren-Beschwerden ist für FAA gleichbedeutend mit dem größten Erfolg seiner jungen Karriere.

Durch den Sieg konnte er gleich in verschiedenster Hinsicht Geschichte schreiben. Kaum zu glauben, aber wahr: Augier-Aliasimme ist nun der erste Kanadier, der jemals das Halbfinale der US Open erreicht hat. Und das nicht nur in der Open-Ära, sondern auch in der 140-jährigen Geschichte des Turniers. Zudem ist der auch der erste in den 2000er Jahren geborene Spieler, der das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers im Herreneinzel erreicht hat und gleichzeitig der jüngste US-Open-Halbfinalist seit Juan Martin del Potros Tielgewinn 2009.

Alcaraz und FAA springen in der Weltrangliste nach vorne

"Das ist ein unglaublicher Meilenstein. Es war ein fantastisches Turnier für mich. Natürlich war es heute ein seltsames Ende. Aber letztlich bin ich durch", sagte Auger-Aliassime im Interview direkt nach dem Match. Zuvor hatten sich die Fans im Arthur Ashe auf ein großes Match zweier Shootingstars gefreut und wurden leider enttäuscht. Der erste 18-jährige Alcaraz musste seinen Fünfsatz-Marathons gegen Tsitsipas und Gojowczyk Tribut zollen. Von Beginn an lief der Spanier der Form der vergangenen Tage hinterher, produzierte ungewohnt viele einfache Fehler und gab Satz eins entsprechend leicht her.

Während des ersten Seitenwechsels des zweiten Satzes nahm Alcaraz ein "Medical Timeout". Ein Spiel später gab Alcaraz etwas überraschend auf. "Ich ziehe mich nicht gerne zurück, aber das war heute die beste Option. Ich werde kämpfen, um in Zukunft mehr solche Chancen zu haben", so Alcaraz, der dennoch glücklich über sein Turnier in New York sein darf. Am Montag wird der 18-Jährige bereits auf Platz 38 der Weltrangliste stehen - nur drei Monate nachdem er erstmals in die Top-100 eindringen konnte.

Noch ein wenig besser sieht es für Auger-Aliassime aus. Er wird nächste Woche mindestens auf Platz 11 springen. Sollte ihm der Sprung ins Finale gelingen, sogar auf Rang 9. Doch dafür muss er keinen Geringeren als Daniil Medvedev bezwingen. "Ich habe die Chance, am Freitag gegen einen der besten Spieler der Welt zu spielen, um die Chance zu haben, in meinem ersten Grand-Slam-Finale zu stehen. Es ist unglaublich, ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe und werde versuchen, das nächste zu gewinnen", so FAA, der sich zudem über einen besonderen Tag für Kanada freuen durfte.

"Das ist großartig für Kanada"

Denn vor ihm hatte es bereits die 19-jährige Leylah Fernandez ins Halbfinale der Damen geschafft. Damit unterstreicht das lediglich 38 Millionen Einwohner große Land einmal mehr, wieviel Tennis-Talent in ihm schlummert. Denn mit Genie Bouchard, Milos Raonic, Bianca Andreescu, Denis Shapovalov, Fernandez und Auger-Aliassime haben seit 2014 sechs verschiedene Spieler (drei Männer, drei Frauen) das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. 

"Das ist großartig für Kanada. Es ist großartig für Quebec. Fernandez und ich sind beide in Montréal geboren. Ich meine, ich hätte nie gedacht, dass ein Tag wie dieser kommen würde. Ein kleines Mädchen und ein kleiner Junge aus Montréal, beide zur gleichen Zeit im Halbfinale der US Open. Das ist etwas Besonderes für uns. Ich hoffe, die Menschen zu Hause wissen diesen Moment auch zu schätzen. Das ist großartig. Aber es wäre toll, wenn wir beide im Finale stünden." Ein ganzes Land wird ihnen die Daumen drücken.

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(Bild © imago images / AAP)

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Ronald Tenbusch
am 08.09.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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