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Teenie-Wahnsinn! Raducanu und Fernandez stehen im Finale

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10.09.2021|08:45 Uhr|von Ronald Tenbusch
Teenie-Wahnsinn! Raducanu und Fernandez stehen im Finale

Zwei Halbfinals, zwei faustdicke Überraschungen - New York steht kopf. Die 18-jährige Emma Raducanu und die 19-jährige Leylah Fernandez stehen sensationell im Endspiel der US Open. Zunächst sicherte sich in der Nacht die Kanadierin Fernandez durch ein 7:6(3), 4:6, 6:4 über Aryna Sabalenka ihr Final-Ticket. Kurz darauf folgte ihr die Britin Raducanu durch einen 6:1, 6:4-Erfolg über Maria Sakkari.

Es ist das erste reine Teenager-Endspiel in Flushing Meadows seit 1999. Damals besiegte die 17-jährige Serena Williams die 18-jährige Martina Hingis. Mehr als zwei Jahrzehnte später kommt es erneut zu einem Duell der Jugend, die sich auf ihrem Weg ins Finale in beeindruckender Art und Weise gegen die Weltelite des Tennis durchsetzen konnte.

Den Anfang machte Fernandez, die gegen die Nummer 2 der Welt, Sabalenka, zunächst kaum einen Stich sah. Die Weißrussin dominierte zu Beginn das Geschehen und führte schnell 3:0. Doch Fernandez kämpfte sich ins Match. Beim Stand von 2:4 aus ihrer Sicht gelang ihr das Break, als Sabalenka bei Breakball ein Doppelfehler unterlief. Kurz darauf musste die junge Kanadierin dennoch einen Satzball abwehren, was ihr jedoch gelang.

Fernandez: "Meine mentale Stärke war heute ein großes Plus für mich"

Satz eins ging in den Tiebreak und Fernandez unterstrich einmal mehr ihre unglaubliche Nervenstärke. Denn auch ihren 5. Tiebreak des Turniers entschied die Linkshänderin für sich. Aber auch Sabalenka zeigte Willensstärke und holte sich Satz zwei. Wie schon gegen Naomi Osaka, Angelique Kerber und Elina Svitolina in den Runden zuvor musste Fernandez in einen Entscheidungssatz. Und wie schon zuvor hatte sie das bessere Ende auf ihrer Seite.

Denn im dritten Durchgang konnte sie ihr Spielniveau noch einmal anheben. 12 Winner, bei nur 7 Unforced Errors standen im Decider bei ihr zu Buche, Sabalenka hingegen gelangen nur noch 9 Gewinnschläge bei 19 unnötigen Fehlern. Und so kam es, dass zwei Doppelfehler Sabalenkas Fernandez einen dreifachen Matchball bescherten. Dann segelte eine Vorhand von Sabalenka ins Aus und Fernandez brach vor Freude auf dem Platz zusammen. 

"Ich bin sehr stolz auf die Art und Weise, wie ich um jeden Punkt gekämpft habe. Meine mentale Stärke war heute ein großes Plus für mich. Ich bin einfach sehr zufrieden mit dem, was ich diese Woche erreicht habe. Abseits des Platzes genieße ich jede Minute", sagte sie nach dem Match. Mindestens genauso viel Spaß hatte in den vergangenen Tagen ihre Endspielgegnerin Raducanu, die sich auf besonders imponierende Manier ins Finale von New York spielen konnte.

Raducanu lässt Sakkari keine Chance

Sie ist die erste Qualifikantin, die sich jemals in ein Grand-Slam-Finale vorspielen konnte. Und zu allem positiven Überfluss gab sie auf ihrem langen Weg nicht einen einzigen Satz ab. Gegen Sakkari bewies sie zu Beginn ebenfalls enorme mentale Stabilität. Gleich in den ersten beiden Aufschlagspielen von Raducanu hatte die Griechin sieben Breakbälle, konnte aber nicht eine davon nutzen. Stattdessen war es Raducanu, die Sakkari in ihrem ersten beiden Aufschlagspielen breakte, mit 5:0 in Führung ging und sich kurz darauf Satz eins holte.

Der zweite Durchgang liest sich vom Score zwar enger, eigentlich hatte Raducanu das Geschehen hier aber noch besser unter Kontrolle. Nicht eine einzige Breakchance musste sie im zweiten Satz abwehren. Da genügte es ihr, dass sie selbst nur eine von acht Chancen nutzte, um sich das entscheidende Break zu holen. Nach 1:25 Stunde verwandelte sie ihren ersten Matchball und machte das Sensations-Finale gegen Fernandez perfekt.

"Ich habe immer davon geträumt, bei Grand Slams zu spielen, aber ich wusste einfach nicht, wann es soweit sein würde", so Raducanu nach dem Match: "Das hier so früh zu erreichen, an diesem Punkt in meiner Karriere, ich bin ja erst seit einem Monat auf der Tour, zwei Monate seit Wimbledon. Das ist ziemlich verrückt für mich."

Die 150 der Welt trifft auf die Nummer 73

Nun geht es gegen also gegen Fernandez. Das Finale am Samstag wird das erste Major-Finale in der Open-Ära sein, in dem zwei ungesetzte Spielerinnen stehen. Die Nummer 150 Raducanu gegen die Nummer 73 Fernandez. Bislang haben sich beide bei den Juniorinnen einmal getroffen, beim Mädchenturnier in Wimbledon 2018. Damals gewann Raducanu in der zweiten Runde mit 6:2, 6:4. 

"Ich bin mir sicher, dass es ganz anders sein wird als damals, als wir uns das letzte Mal begegnet sind. Aber wir spielen beide gutes Tennis, also wird es ein gutes Match werden", so Raducanu zum Endspiel, welches so kein Experte auf der Welt vorausgesehen hat.

1999, beim letzten Teenager-Finale der US Open zwischen Martina Hingis und Serena Williams, war es die Jüngere von beiden, die am Ende den Turniersieg feiern durfte. Raducanu wird hoffen, dass sich die Geschichte an dieser Stelle wiederholt. Fernandez hat da aber noch ein gewichtiges Wörtchen mitzureden.

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(Bild (c) IMAGO / Paul Zimmer)

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Ronald Tenbusch
am 10.09.2021 gepostet von:
Ronald Tenbusch
Redakteur
Wackelige Schläge auf dem Court, punktgenaue Texte im Web. Holte sich bei einem Schüttler-Match in Melbourne den Sonnenbrand seines Lebens. Hat dank des Sportjournalismus die Welt gesehen. Vermisst Tommy Haas' einhändige Rückhand.

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