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Kein Grand Slam! "Magic-Meddy" zerstört die Djokovic-Party

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13.09.2021|00:33 Uhr|von Björn Walter
Kein Grand Slam! "Magic-Meddy" zerstört die Djokovic-Party

Götterdämmerung in New York! Aus und vorbei! Daniil Medvedev ist der große Spielverderber von Flushing Meadows. Eiskalt und mit chirurgischer Präzision hat der famose Russe den Grand-Slam-Traum von Novak Djokovic wie eine Seifenblase über dem „Big Apple“ zerplatzen lassen. Dank eines überragend herausgespielten 6:4, 6:4, 6:4-Finalerfolgs gewinnt Medvedev die US Open und damit das erste Major seiner Karriere.

Für Djokovic bricht damit eine sportliche Welt zusammen: Kein Grand Slam! Kein 21. Major-Titel! Kein neuer Meilenstein in der Tennisgeschichte! Diesen Sonntag wird der Serbe für immer in schmerzlicher Erinnerung behalten.

Medvedev vermasselt Djokovic den Grand Slam

Dabei war alles angerichtet für den ersten Kalender-Grand-Slam seit dem legendären Streich von Rod Laver 1969. „Ich werde das nächste Match so behandeln, als wäre es das letzte Match meiner Karriere“, hatte der Weltranglistenerste vor dem wohl wichtigsten Match seiner Karriere betont. Doch die Realität sah anders aus. Boris Becker brachte es am Eurosport-Mikrofon auf den Punkt: „Novak spielt nicht sein Spiel.“

Medvedev spielte dagegen überragend, aber Djokovic war an diesem historischen Tag nicht Djokovic. Ungewohnt fahrig stürzte der 34-Jährige viel zu häufig ans Netz, verlegte vermeintlich einfache Bälle in matchentscheidenden Situationen und machte aus seinem Schläger Kleinholz. Was war nur mit dem „Djoker“ los? Die Fans im Stadion und an den Bildschirmen waren fassungslos.

Der „Djoker“ kann dem Druck nicht standhalten und weint

Es stand nicht der Dominator Djokovic auf dem größten Tennisplatz der Welt, sondern der Mensch Novak. Medvedev ließen die Nervenspiele des Favoriten vermeintlich kalt. Während der Branchenprimus angespannt und ratlos wirkte, bretterte die Nummer zwei der Setzliste die Aufschläge rein als sei dies das einfachste der Welt.

Bereits mit dem Start war die Fahrtrichtung klar. „Meddy“ legte direkt mit dem Break los und stürmte auf und davon. Selbst das ausgelassene Doppelbreak zum möglichen 3:0 störte ihn nicht. Unantastbar bei eigenem Service ging der erste Satz völlig verdient an den 25-jährigen Russen.

Das Unheil nahm aus Sicht von Djokovic seinen Lauf. Spätestens nachdem der dreifache US-Open-Champion zu Beginn des zweiten Durchgangs fünf Breakchancen ausließ, rückte der Grand Slam in weite Ferne. Medvedev war genau dann zur Stelle, wenn es darauf ankam. Nach dem Break zum 3:2 hatte er den Serben komplett im Griff.

„Meddy“ zerlegt die Nummer 1 der Welt

Besonders bitter für „Nole“: Bei Satzball Medvedev schob er einen einfachen Passierball weit ins Aus. Nun kam es knüppeldick. Djokovic war gebrochen. Völlig desillusioniert stürmte er immer wieder kopflos ans Netz und verlegte einfachste Flugbälle. 1:0, 2:0, 3:0, 4:0 Medvedev! Selbst der Alles-oder-Nichts-Modus des „Djokers“ und die Zuschauer im Rücken der Nummer eins konnten das Blatt nicht mehr wenden.

Medvedev spielte sein aggressives Tennis-Schach mit starken Aufschlägen und messerscharfen Grundschlägen bis zum Ende durch. Vor dem Schachmatt musste er dann aber doch seinen Aufschlag einmal abgeben - auch weil Teile des Publikums bei Matchball nicht sonderlich fair agierten. Djokovic schaffte das Break und konnte seine Emotionen nicht mehr zurückhalten. Tränen beim Seitenwechsel! Alles musste raus!

Doch Medvedev blieb bei sich, trotz zittrigem Arm. Während der "Djoker" kaum noch aus seinen Augen schauen konnte, servierte der Schlaks aus Moskau im Nachfassen aus und ließ sich überglücklich auf den Rücken fallen. Wahnsinn!!!

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(Bild (c) IMAGO/ ZUMA Press)

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Björn Walter
am 13.09.2021 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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