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Energieleistung! Zverev beißt sich durch

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04.11.2021|20:15 Uhr|von Dennis Ebbecke
Energieleistung! Zverev beißt sich durch

Lange waren sie sich nicht mehr über den Weg gelaufen. Rund fünfeinhalb Jahre nach dem letzten direkten Duell kam es am frühen Donnerstagabend in Paris zum Match zwischen Alexander Zverev und Grigor Dimitrov. Letztendlich behielt der Deutsche mit 7:6 (4), 6:7 (3), 6:3 die Oberhand und schaffte den Einzug ins Viertelfinale des Masters. Im Head-to-Head-Vergleich konnte "Sascha" seine Führung gegen den Bulgaren auf 3:1 ausbauen, nach zwei Siegen 2016 (in Rom und Indian Wells) sowie einer Niederlage 2014 (in Basel).

Der frischgebackene Wien-Champion machte gegen Dimitrov dort weiter, wo er in seinem Auftaktspiel am Mittwoch gegen Dusan Lajovic aufgehört hatte - mit einem Satzgewinn im Tiebreak nämlich. Dieser wäre im Achtelfinale allerdings nicht zwingend nötig gewesen. Denn: Der Weltranglistenvierte holte sich das Break zum 4:3, schaffte es jedoch nicht, im regulären Satzverlauf auszuservieren. Beim Stande von 5:4 für den DTB-Profi handelte sich dieser nach einem eher unnötigen Netzangriff zwei Breakbälle ein. Dimitrov konnte eine der beiden Chancen nutzen.

Die Entscheidung musste im Tiebreak her, den der Bulgare mit einem Ass eröffnete. Zverev ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen und glaubte an seine Stärke. Mit stabilen Aufschlägen im Gepäck holte er sich den ersten Satz. Insgesamt 38 Punkte gingen in dem Durchgang an den Hamburger, ähnlich starke 35 an dessen Gegner.

Die letztgenannten Zahlen beweisen, wie eng es auf dem Court Central zuging. Im zweiten Satz sollte das zunächst nicht anders sein, denn in den ersten acht Aufschlagspielen ließ keiner der beiden Kontrahenten eine Breakchance zu. Erst bei 4:4 schwächelte der DTB-Star kurz, konnte den Breakball aber abwehren und mit 5:4 in Führung gehen. Dimitrov setzte direkt im Anschluss mit einem Zu-Null-Service-Game zum 5:5 ein Zeichen und war in dieser Phase der aktivere Spieler.

Zverev lässt zwei Matchbälle liegen - und muss in den dritten Satz

Ärgerlich aus Sicht des Deutschen: Er verpasste trotz zwei Matchbällen die Chance auf das entscheidende 7:5 und musste erneut in den Tiebreak. Die vergebenen Möglichkeiten schienen dem Favoriten noch im Kopf herumzuschwirren, denn Zverev verpasste den Start (0:5) und musste seine Hoffnung auf einen Zweisatzsieg aufgeben. Der unglückliche Satzverlust beschäftigte den Vorjahresfinalisten sichtlich, der in Durchgang drei direkt erneut Breakbälle abwehren musste. Letztendlich sicherte er sich das komplizierte Aufschlagspiel zum 1:1 - auch weil Dimitrov die einfachen Bälle verlegte.

Dennoch hatte man den Eindruck, dass Zverev im entscheidenden Satz mental und körperlich etwas zu kämpfen hatte. Der Deutsche wackelte - fiel aber nicht. Bei 2:3 drehte er bärenstark ein 0:40 in einen Spielgewinn. Danach belohnte er sich zudem selbst mit einem Break, und ein weiteres sollte noch folgen. Dank einer Energieleistung holte er sich den Sieg nach 2 Stunden und 45 Minuten.

Alles in allem scheint Zverev die gute Form aus Wien mit in die Stadt der Liebe gebracht zu haben - Steigerungspotenzial ist dennoch vorhanden. Dem 24-Jährigen ist jedoch anzumerken, dass er nach der Finalniederlage 2020 gegen Daniil Medvedev in Paris diesmal den großen Coup landen möchte. "Saschas" nächste Hürde im Viertelfinale: Casper Ruud aus Norwegen oder der US-Amerikaner Marcos Giron.

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(Bild (c) IMAGO/ IP3press)

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Dennis Ebbecke
am 04.11.2021 gepostet von:
Dennis Ebbecke
Redakteur
Dennis ist seit vielen Jahren als Sportredakteur tätig, fühlt sich vor allem in der Welt des Tennis und des Fußballs zu Hause. Auch auf dem Court trifft man ihn hin und wieder an, doch ein Blick auf seine LK beweist: Er verbringt deutlich mehr Stunden am Schreibtisch als auf dem Tennisplatz.

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