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Bitteres Saisonende: Raducanu unterliegt Körper und Gegnerin

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09.11.2021|20:35 Uhr|von Maximilian Bohne
Bitteres Saisonende: Raducanu unterliegt Körper und Gegnerin

Ein bitteres Saisonende für Emma Raducanu. Beim WTA-Turnier in Linz ist die Britin nach hartem Kampf gegen Xinyu Wang ausgeschieden. Nach körperlichen Problemen in der Schlussphase unterlag Raducanu mit 1:6, 7:6 (0), 5:7. 

Sensations-Saison endet für Raducanu hart 

Auf dem Papier sah alles nach einer deutlichen Angelegenheit aus - für Raducanu. Die sensationelle US-Open-Siegerin traf auf die Weltranglisten-106., die sich erst über die Qualifikation ins Hauptfeld gekämpft hatte. Doch an diesem Abend war die 20-Jährige aus China zunächst in allen Belangen die bessere Spielerin. Nicht nur, dass Raducanu fast nichts gelingen wollte, Wang traf die Filzkugel richtig gut. 

Mit dem frühen Break zum 2:1 machte Wang erstmals auf sich aufmerksam, das Doppelbreak zum 4:1 war dann schon eine echte Kampfansage. Wang war die bessere Spielerin, profitierte von Fehlern, wurde aber auch selber immer wieder mit brachialen Grundschlägen aktiv. So etwa mit den beiden krachenden Longline-Winnern - erst Vorhand, dann Rückhand - die sie nacheinander zum 6:1-Satzgewinn in die Ecken schweißte. 

Raducanu findet über den Kampf ins Spiel

Obwohl die Nummer eins der Setzliste einen gebrauchten Abend erwischt hatte, legte sie sich weiter voll ins Zeug. Über den Kampf fand Raducanu langsam besser ins Spiel, erkämpfte sich genügend Spielgewinne, um den zweiten Satz eng zu halten. So stieg auch das Niveau der Partie, den Wang spielte weiter ein ausgezeichnetes Match. Schließlich musste ein Tiebreak her, um das Duell der Power-Hitterinnen im zweiten Durchgang zu entscheiden. Hier war es auf einmal Raducanu, die jeden Ball traf. Die ersten Punkte gingen schnell an die Favoritin, die eiskalt blieb und den Tiebreak zu null nach Hause brachte. 

Im dritten Satz entwickelte sich nun ein echter Krimi. Auf hohem Niveau brachten beide Spielerinnen zunächst eine Reihe Aufschlagspiele hintereinander durch - bislang nicht unbedingt die Regel. Dann war es Raducanu, der das erste Break gelang. Doch das Glück währte nicht lange. Wang traf den Ball weiter richtig gut und glich zum 4:4 wieder aus. Dann folgten die bitteren Szenen. Im neunten Spiel griff Raducanu sich immer wieder an den rechten Oberschenkel, der ihr sichtbar Probleme bereitete. Die Folge: Das Break zu null. 

Irres Drama in der Schlussphase

Raducanu war am Boden, doch noch war sie nicht ausgeschieden. Der Physio kam auf den Court und behandelte den Youngster während eines Medical-Timeouts. Das zeigte Wirkung. Raducanu fightete und blieb am Leben. Zwei Matchbälle für Wang gingen ins Land, ehe die Britin tatsächlich den Ausgleich zum 5:5 schaffte. Das Niveau blieb hoch. Mit einem krachenden Return-Winner schnappte Wang sich direkt einen Breakball doch, doch Raducanu ließ ebenfalls einen Vorhand-Winner folgen und wehrte ab.

Aber die Schmerzen blieben. Wang wusste das zu nutzen und bewegte Raducanu clever. Die Belohnung war nun doch das neuerliche Break zum 6:5. Und ein zweites Mal ließ die Chinesin sich den Triumph nicht vom Schläger nehmen. Mit ihrem dritten Matchball verwandelte Wang nach über zweieinhalb Stunden zum 6:1, 6 (0):7, 7:5. 

Raducanu vor Beschäftigung mit Torben Beltz 

Für Raducanu endet damit eine Saison, mit deren Verlauf wohl niemand gerechnet hatte. Vor dem Start der neuen Spielzeit gilt es nun fit zu werden - und mit einem neuen Coach durchzustarten. Gerade erst zum Wochenstart waren die News durchgedrungen, dass Raducanu fortan wohl gemeinsam mit Torben Beltz als Coach um den Globus reisen wird. Kurz zuvor hatten sich Angelique Kerber und der deutsche Startrainer, der "Angie" zu zwei Grand-Slam-Siegen und der Nummer eins der Welt verhalt, getrennt. 

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(Bild © IMAGO / Hasenkopf)

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Maximilian Bohne
am 09.11.2021 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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