Jetzt die App myTennis runterladen!

Auch unterwegs immer informiert bleiben & die Welt des Tennis entdecken.

Billboard : 4475835
Pro

Irres Spektakel! "Meddy" und Sinner bringen die Halle zum Beben

Leaderboard : 4475810
Top : 4475800
18.11.2021|23:40 Uhr|von Maximilian Bohne
Irres Spektakel! "Meddy" und Sinner bringen die Halle zum Beben

Was für ein Gruppenfinale! Daniil Medvedev hat Jannik Sinner in einem spektakulären Match denkbar knapp niedergekämpft. Nach einem klaren ersten Durchgang kämpfte der Südtiroler sich zurück in die Partie, doch der Russe verwandelte schließlich zum 6:0, 6 (5):7, 7:6 (8).

"Meddy" bagelt den Heimfavoriten 

Dass die Partie nach dem Sieg von Alexander Zverev über Hubert Hurkacz am Nachmittag eigentlich sportlich an Bedeutung verloren hatte, ließen weder Medvedev noch Sinner erkennen. Sowohl der bereits als Gruppensieger feststehende Russe, als auch der Lokalmatador, der keine Chance mehr aufs Weiterkommen hatte, hängten sich von Sekunde eins voll rein. Knapp war es zu Beginn allerdings trotzdem nicht. 

Das lag an Medvedev, der im ersten Satz einfach alles traf. Aufschläge, Returns, Konter aus vollem Lauf. Was immer Sinner probierte, kam noch besser zurück. Unerbittlich und fehlerlos erzwang "Meddy" nicht eins, nicht zwei, sondern gleich drei Breaks in Folge. Ohne einen einzigen Spielverlust hinnehmen zu müssen, raste der Titelverteidiger durch den Satz und verwandelte nach nur 25 Minuten mit einem symbolischen, krachenden Rückhand-Winner zum brutalen 6:0. 

Sinner beißt sich in die Partie

Sinner war erst am zweiten Gruppenspieltag für den verletzten Matteo Berrettini eingesprungen und hatte sich mit einem überzeugenden Zweisatzsieg über Hubert Hurkacz direkt in die Herzen der Turiner Fans gespielt. Und die gaben alles, um ihren Favoriten im zweiten Satz wieder auf die Beine zu bringen. Mit Erfolg, denn Sinner biss sich nun noch fester in die Partie. Jeder Punktgewinn war aufwändig und kostete Kraft, doch der 20-Jährige peitschte die Halle an, ballte nach fast jedem Punkt die Faust und verbuchte endlich seinen ersten Spielgewinn zum 1:0. 

Damit schien der Italiener endgültig angekommen. Erstmals gelang es ihm auch, am Aufschlag des bislang unheimlich sicheren Medvedevs zu rütteln. Das Match bewegte sich zur Begeisterung des Publikums nun auf sehr hohem Niveau. Im vierten Spiel des Satzes schnappte Sinner sich plötzlich mehrere Breakbälle und ging wie aus dem Nichts mit 3:1 in Führung. Das Glück war im Folgespiel aber nicht mit dem Youngster. Gleich zwei Schläge prallten hintereinander an der Netzkante ab und fielen zurück in Sinners Hälfte - das prompte Rebreak zum 3:2 für Medvedev. 

Spektakel pur: Sinner schnappt sich den Tiebreak

Das Match blieb in der folgenden Phase ausgeglichen, mit immer weniger Chancen für die Returnspieler. Für die Entscheidung musste schließlich ein Tiebreak her. Das Niveau blieb wie im vorangegangenen Durchgang sehr hoch und erneut dominierten die Aufschläger lange. Die ersten zehn Punkte blieb alles in der Reihe, bis Sinner Medvedev nach einem überhasteten Netzangriff kalt erwischte und sich das Mini-Break zum 6:5 sicherte. Ein starker Aufschlag genügte zum Satzausgleich und die Halle tobte. 

Nach rund anderthalb Stunden Spielzeit ging es in den Entscheidungsdurchgang. Das Momentum schien nun mehr mit Sinner zu sein, dem es auch als erstem gelang, sich bei 2:2 einen Breakball zu erspielen. Medvedev ging beim zweiten Aufschlag volles Risiko - und verfehlte. Der Doppelfehler schenkte Sinner das Break und die inzwischen verdiente Führung. Gerade, als Sinner die Kontrolle erlangt zu haben schien, schlug Medvedev eiskalt zurück. Mit dem Break zum 4:4 stellte der 25-Jährige die Uhren wieder auf Anfang.

Es kam, wie es kommen musste. Ein weiterer Tiebreak musste her - die Fans quittierten das Spektakel mit Gesängen und Sprechchören. Dieses Mal gelang Medvedev ein schnelles Mini-Break. Der US-Open-Sieger blieb bis zum 5:3 vorne, doch dann schnappte Sinner sich mit drei Punkten in Serie als erster den Matchball. Wieder riskierte Medvedev mit dem zweiten Aufschlag - dieses Mal mit Erfolg. Weitere Matchbälle auf beiden Seiten gingen ins Land, ehe es Medvedev war, der mit einer unerreichbaren Rückhand die Linie runter zum 6:0, 6 (5):7, 7:6 (8) verwandelte! 

News direkt per Push auf dein Handy? Dann lade jetzt die myTennis App auf dein Smartphone! Für iOS und für Android.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

Ein Beitrag geteilt von Tennis-Point (@tennis_point_official)

(Bild © IMAGO / PanoramiC)

WAS IST DEINE MEINUNG?
Lustig

LUSTIG

0

Liebe

LIEBE

0

Oh man...

OH MAN...

0

Wow

WOW

0

Traurig

TRAURIG

0

Wütend

WüTEND

0

Maximilian Bohne
am 18.11.2021 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

» Zu den Beiträgen von Maximilian Bohne