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Souveräner Rublev bringt die Russen in Front

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05.12.2021|17:50 Uhr|von Henrike Maas
Souveräner Rublev bringt die Russen in Front

Andrey Rublev hat im Finale des Davis Cups den ersten Punkt für die Russische Tennis-Föderation geholt. Die Nummer 5 der Welt besiegte im ersten Einzel des Tages Borna Gojo, den Überraschungsspieler des Finalturniers, mit 6:4, 7:6 (5). Damit wird es nun an Marin Cilic liegen, gegen Daniil Medvedev den Ausgleich zu schaffen, um den Kroaten die Chance auf den Davis-Cup-Titel zu erhalten. 

Schon vor dem ersten gespielten Punkt war klar, dass dieses Match für Gojo keine leichte Aufgabe sein würde. Als derzeitige Nummer 279 der Welt rangiert er nicht nur 274 Plätze hinter Rublev, sondern hatte vor zwei Jahren bei den Davis-Cup-Finals bereits gegen den Russen gespielt und verloren. Beides galt es nun aus dem Kopf zu bekommen, ebenso wie die Tatsache, dass seine Chancen auf Kroatiens entscheidenden Sieg im Einzel besser eingeschätzt wurden als die von Marin Cilic gegen Daniil Medvedev. Dass er mental stark ist, hatte der 23-jährige Kroate in dieser Woche bereits bewiesen. Alle seine drei Einzel hatte Borna Gojo für sich entscheiden können und dabei mit Alexei Poyrin (#61, Australien), Lorenzo Sonego (#27, Italien) und Dusan Lajovic (#33, Serbien) drei Top-100-Spieler bezwingen können. 

So wunderte es nicht, dass Gojo zwar nervös ins Match startete und früh zwei Breakbälle abwehren musste, sich aber lange gut gegen Andrey Rublev hielt. Dabei half dem Kroaten besonders sein mächtiger Aufschlag. Den legte allerdings auch Rublev an den Tag und sollte am Ende des ersten Satzes gerade mal zwei Punkte bei eigenem Service abgegeben haben. Es war der entscheidenden Unterschied zwischen Borna Gojo und dem Russen. Während der Kroate an sein absolutes Limit gehen musste, konnte Andrey Rublev auf eine Schwächephase seines Gegners warten. Die kam beim Stand von 3-beide, als es Rublev gelang, ein schwächeres Aufschlagspiel von Gojo für sich zu nutzen und mit Break in Führung zu gehen. Dieses schaukelte die Nummer 5 der Welt dann sicher bis zum Satzgewinn. 

Gojo kann Match trotz tollem Kampf nicht mehr drehen

Nun wurde der Druck auf Borna Gojo nur noch größer. Denn sollte Rublev weiter so souverän aufschlagen, würde es für den Kroaten nahezu unmöglich, das Match noch zu drehen. Unversucht wollte er es aber natürlich nicht lassen. Wieder geriet Gojo früh ins Hintertreffen, wieder wehrte er früh diverse Breakbälle ab. Das gab dem Kroaten sichtlich Auftrieb, löste aber sein zentrales Problem nicht: Rublev bei dessen Aufschlag in die Enge zu treiben. Denn auch wenn der Russe in Sachen Service einen Hauch nachließ (Am Ende verlor Rublev im zweiten Satz sieben Punkte bei eigenem Aufschlag), wirklich in Gefahr geriet er nie. Dafür aber Borna Gojo. Denn obwohl sich der 23-Jährige famos in den Tiebreak kämpfte, geriet er in der Satzentscheidung ganz bitter sofort ins Hintertreffen. Per Doppelfehler verschenkte er den ersten Punkt an Andrey Rublev. Der nahm das Präsent dankend an, vertändelte den Vorsprung ähnlich wie das nächste Minibreak und holte so Gojo noch mal in die Entscheidung zurück. Erst beim Stand von 6:5 aus Sicht des Russen war der Bann gebrochen. Mit dem ersten Matchball machte die Nummer 5 der Welt den Sieg perfekt und holt so für das russische Team den ersten Punkt auf dem Weg in Richtung Titel. 

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(Bild © IMAGO/Agencia EFE/Rodrigo Jiménez

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Henrike Maas
am 05.12.2021 gepostet von:
Henrike Maas
Redakteur
Henrike hat ihre Liebe zum Tennis erst später entdeckt, ist seitdem aber sowohl auf und neben dem Court immer dabei. In den Bereichen Technik, Taktik und Ausrüstung etwas detailverliebt, kann man mit ihr über alles rund um die gelbe Filzkugel reden.

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