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Irre Posse! Klagt sich Djokovic zu den Australian Open?

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06.01.2022|14:45 Uhr|von Björn Walter
Irre Posse! Klagt sich Djokovic zu den Australian Open?

Diese bizarre Geschichte kennt nur Verlierer! Weder der sture Weltranglistenerste Novak Djokovic noch die wetterwendischen australischen Behörden und Veranstalter der Australian Open geben im Moment ein gutes Bild ab. Unter dem Brennglas der wütenden Bevölkerung Down Under und kopfschüttelnder Tennifans weltweit geht die Posse um den serbischen Branchenprimus in die nächste Runde.

Nicht auf dem Tenniplatz, sondern im Gerichtssaal. Denn jetzt übernehmen die Anwälte! Die Juristen haben bereits dafür gesorgt, dass der „Djoker“ bis Montag in Melbourne bleiben darf, wie die Zeitung The Age schrieb. Weil die Grenzschutzbehörden am Flughafen Tullamarine dem Visum des 34-Jährigen am Mittwoch aufgrund nicht erfüllter Einreisebestimmungen die Anerkennung versagten, schaltete Djokovic seine Anwälte ein, um die Entscheidung vor Gericht anzufechten. Die Verhandlung ist für 10:00 Uhr Ortszeit (0:00 Uhr MEZ) angesetzt.

Djokovic wartet in Quarantäne-Hotel auf Gerichtstermin

Der mit einer Ausnahmegenehmigung angereiste Titelverteidiger hält sich aktuell im Quarantäne-Hotel Park im Melbourner Stadtteil Carlton auf, in dem auch abgelehnte Asylbewerber untergebracht sind. Vor dem Hotel versammelten sich am Donnerstagnachmittag serbische Fans mit Nationalflaggen, um für Djokovic zu protestieren.

Auch dessen Vater Srdjan meldete sich gegenüber serbischen Medien erneut zu Wort. „Mein Sohn ist heute Nacht in australischer Gefangenschaft, aber er war noch nie freier. Von diesem Moment an ist Novak zum Symbol und Führer der freien Welt geworden, der Welt der armen und benachteiligten Nationen und Völker“, sagte der 61-Jährige im pathetischen Überschwang.

Dass der Einreise-Krimi um den 20-fachen Grand-Slam-Sieger längst ein Politikum ist, verdeutlichen auch die Aussagen von Australiens Premier Scott Morrison. „Regeln sind Regeln, vor allem, wenn es um unsere Grenzen geht“, schrieb der Regierungschef auf Twitter. „Niemand steht über diesen Regeln.“

Nadal hat kein Verständnis für den „Djoker“

Am Flughafen von Melbourne war Djokovic mehrere Stunden lang von den Beamten wegen offenkundiger Unstimmigkeiten mit seinem Visum verhört worden. Die Dokumente, die Djokovic vorgelegt hatte, sahen Medien zufolge medizinische Ausnahmen für Ungeimpfte gar nicht vor. Die Behörden des australischen Bundesstaats Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, wurden deshalb eingeschaltet - und verweigerten ihm die Unterstützung. Seinen Impfstatus hat Djokovic noch immer nicht öffentlich gemacht.

Rafael Nadal zeigte wenig Mitgefühl mit seinem Rivalen. „Ich hatte Covid, ich bin zwei Mal geimpft. Wenn du das machst, hast du kein Problem, hier und überall auf der Welt zu spielen. Das ist das Einzige, was klar ist“, sagte der Spanier am Donnerstag in Melbourne. In Djokovics Heimat sieht man das anders. „Ganz Serbien steht hinter ihm“, schrieb der serbische Präsident Aleksandar Vucic in der Nacht zum Donnerstag nach einem Telefonat mit Djokovic auf Instagram. „Unsere Behörden werden alle Maßnahmen ergreifen, um die Schikanierung des besten Tennisspielers der Welt binnen kürzester Zeit zu beenden.“ Das Boulevard-Blatt Kurir bezeichnete den Fall gar als „größten Sportskandal aller Zeiten“.

Von einvernehmlichen Lösungen und diplomatischen Tönen fehlt weiterhin jede Spur. Ruhe wird auch am Montag nicht einkehren – egal wie die Gerichte entscheiden. Eines steht aber jetzt bereits fest: Aus dieser Posse kann niemand als Sieger hervorgehen.

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(Bild (c) IMAGO/ NurPhoto / Text mit dpa)

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Björn Walter
am 06.01.2022 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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