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Vulkan-Ausbruch! Heißsporn Kyrgios ballert "Tsitsi" raus

15.06.2022|17:48 Uhr|von Björn Walter
Vulkan-Ausbruch! Heißsporn Kyrgios ballert "Tsitsi" raus

So geht "Magic"-Mittwoch! Showman Nick Kyrgios gegen die Nummer sechs der Welt Stefanos Tsitsipas! Dieses hochklassige Rasenduell hätte auch auf dem Centre Court von Wimbledon die Massen begeistert. Heute handelte es sich bei diesem Kracher allerdings "nur" um ein Achtelfinale in Halle. Das tat der Qualität jedoch keinen Abbruch!

Tsitsipas war schon im Vorfeld richtig heiß. "Es ist einfach magisch. Es hat beinahe etwas Spirituelles für mich", schwärmte der 23-Jährige vom Spiel auf Gras. Das bessere Ende hatte allerdings Kyrgios für sich. Der Publikumsliebling gewann das spektakuläre Duell mit 5:7, 6:2 und 6:4.

Publikumsliebling Kyrgios stoppt die Nummer 6 der Welt

Die begeisterten Fans in der OWL-Arena saugten dieses elektrisierende Match mit allen Sinnen auf. Die Spannung war von Beginn an spürbar. Im Gegensatz zu weniger brisanten Partien verfolgten die Zuschauer das Geschehen auf dem Rasen mit voller Aufmerksamkeit. Was sie geboten bekamen, war allerdings auch extrem unterhaltsam. 

Leider nicht immer im sportlichen Sinne. Nach dem verlorenen ersten Satz feuerte Kyrgios den Schläger wütend auf den Boden und kassierte dafür eine Verwarnung. Danach ärgerte sich der 27-Jährige berechtigterweise über Zwischenrufe und Störgeräusche aus dem Publikum, ehe er Anfang des zweiten Satzes erneut sein Racket malträtierte. Egal, dachte sich der in Halle besonders beliebte Heißsporn und hämmerte einen brettharten Vorhand-Winner raus.

Angetäuschter Unterarmaufschlag und Kyrgios-Sperenzchen

Richtig wild wurde es vor allem nach dem frühen Break im zweiten Satz. Weil Kyrgios bei Aufschlag Tsitsipas zu lange mit dem eigenen Handtuch beschäftigt war, wurde er vom Schiedsrichter mit einer "Time Violation" erneut verwarnt. Daraufhin nahm der Australier bockig auf der Bank platz und stellte das Spielen kurzzeitig ein. Unter lautstarkem Applaus des Publikums hielt Tsitsipas die Schulter mit einigen Probeaufschlägen warm.

Kurios ging es bereits im ersten Durchgang zur Sache: Als Kyrgios beim Stand von 3:4 einen Unterarmaufschlag andeutete, rückte der ATP-Finals-Champion von 2019 demonstrativ zwei Schritte ins Feld. Das kam gut an. Sowohl "Crazy" Nick als auch das Publikum reagierten mit einem Schmunzeln. Ansonsten war der Satz geprägt von dominanten Aufschlagspielen auf beiden Seiten. Erst in der entscheidenden Phase wackelte der Doppel-Champion von Melbourne. Nach fünf abgewehrten Satzbällen musste Kyrgios den Auftaktsatz abgeben - und verlor die Beherrschung.

Fans in Halle lieben Kyrgios

Tsitsipas hatte seine Nerven allerdings auch nicht immer im Griff. Nach einem Marathon-Aufschlagspiel zu Beginn des zweiten Satzes, das der Grieche verlor, musste er beim Stand von 2:4 erneut ein Break hinnehmen. Es wirkte so, als hätten Kyrgios' Sperenzchen die Nummer zwei der Setzliste aus der Fassung gebracht. So war es auch im dritten Durchgang. Nach Breakchancen auf beiden Seiten holte sich Kyrgios unter frenetischem Jubel den entscheidenden Vorteil zum 5:4 und servierte im Anschluss eiskalt aus. Die Arena feierte das "Enfant terrible" und darf sich nun auf einen weiteren Auftritt im Viertelfinale gegen Pablo Carreno Busta freuen. Der Spanier setzte sich mit 6:4, 0:6, 6:3 gegen US-Boy Sebastian Korda durch.

Im abschließenden Einzel konnte sich Felix Auger-Aliassime erwartungsgemäß mit 7:6 (7), 6:1 gegen Mackenzie McDonald behaupten. Im Viertelfinale trifft der Kanadier auf Hubert Hurkacz. Der Pole hatte Titelverteidiger Ugo Humbert mit 7:6 (5), 6:3 aus dem Titelrennen geworfen. 

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(Bild (c) IMAGO / Hasenkopf)

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Björn Walter
am 15.06.2022 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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