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Der Traum lebt! Ruud zieht ins Finale ein

10.09.2022|00:13 Uhr|von Maximilian Bohne
Der Traum lebt! Ruud zieht ins Finale ein

Casper Ruud hat es geschafft! Der Norweger ist bei den US Open zum zweiten Mal in seiner Karriere in ein Grand-Slam-Finale eingezogen. Im Halbfinale zeigte Ruud gegen Karen Khachanov eine starke Leistung und triumphierte mit 7:6 (5), 6:2, 5:7, 6:2. 

Ruud greift nach erstem Major-Titel und der Nummer 1

Es sind die absoluten Traumwochen des Casper Ruud. Nunmehr sechs Siege in Flushing Meadows bedeuten für den 23-Jährigen nach den French Open den zweiten Einzug in ein Major-Finale 2022. In Paris unterlag Ruud Sandplatzkönig Rafael Nadal, in New York soll am Sonntag nun der mit Abstand größte Titel seiner Karriere her. 

Mit seinem Halbfinaltriumph katapultierte Ruud sich in der Live-Weltrangliste außerdem zum ersten Mal an Rafael Nadal vorbei auf Platz eins. Verliert Carlos Alcaraz im zweiten Halbfinale gegen Frances Tiafoe (ab 1 Uhr, live bei Eurosport), ist Ruud die neue Position schon in wenigen Stunden nicht mehr zu nehmen. Andernfalls würde der erste Major-Sieg im Finale am Sonntag Ruuds Platz an der Sonne amtlich machen können. 

Nervöser Start von beiden, dann zieht Ruud davon

Noch zu Beginn der Partie merkte man beiden Spielern die Nervosität deutlich an, die Lockerheit fehlte. Für beide war es das erste Halbfinale bei den US Open im Arthur Ashe Stadium, dem größten Tennisstadion der Welt. So durchzogen einige unnötige Fehler auf beiden Seiten die Anfangsphase und sowohl Ruud als auch Khachanov gaben Breakführungen schnell wieder aus der Hand. Im Tiebreak war es dann Ruud, der sich etwas absetzen und so drei Satzbälle erobern konnte. Seinen dritten verwandelte der Weltranglistensiebte nach einer unfassbaren 55 (!) Schläge langen Rallye - der mit Abstand längsten des Turniers. 

Damit war zumindest auf Seiten Ruuds der Knoten geplatzt. Im extrem einseitigen zweiten Durchgang liefen Aufschlag und Vorhand völlig rund, auch das Netzspiel funktionierte. Mit einem perfekten Rückhand-Winner die Linie herunter machte Ruud inmitten einer 14-Punkte-Serie (!) das Doppelbreak zum 4:1 perfekt. Wenig später verwandelte er zum klaren 6:2, in dem nur 10 Punkte an Khachanov gegangen waren. 

Khachanovs irre Negativ-Serie hält an

Der dritte Satz war qualitativ gesehen der beste der Partie. Denn mit dem Rücken zur Wand kam nun auch Khachanov langsam in der Partie an und zeigte immer besseres Tennis. Nach langer Zeit erspielte der Russe sich gar wieder eine eigene Breakchance, konnte diese jedoch zunächst nicht nutzen. Doch der Kampfgeist wurde belohnt. Denn ausgerechnet beim Stand von 5:6 streute Ruud sein schlechtestes Aufschlagspiel des Tages ein. Gerade die sonst so starke Vorhand versagte - zwei einfache Fehler in Serie besiegelten das 7:5 für Khachanov, der plötzlich wieder im Rennen war. 

Doch Ruud ließ sich nicht lange aus dem Konzept bringen. So schnell er in das kleine Loch gefallen war, so schnell arbeitete er sich wieder heraus. Mit einem krachenden Vorhand-Winner aus dem Vollsprint packte er im vierten Satz als erster zu und breakte zum 2:1. Wenig später stellte er die Weichen mit dem Doppelbreak zum 4:1 endgültig auf Sieg. Und nach drei Stunden Spielzeit war es soweit. Mit seinem ersten Matchball verwandelte Ruud zum heiß ersehnten Finaleinzug. 

Für Khachanov war die Niederlage gegen Ruud bereits die 19. gegen einen Top-10-Spieler in Serie. Lediglich eines seiner nunmehr 21 Duelle gegen Spieler des elitären Kreises konnte Khachanov in seiner Karriere gewinnen. 

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(Bild © IMAGO / NTB)

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Maximilian Bohne
am 10.09.2022 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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