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Wahnsinns-Thriller! Rublev knackt Entfesslungskünstler „Meddy“

14.11.2022|16:55 Uhr|von Björn Walter
Wahnsinns-Thriller! Rublev knackt Entfesslungskünstler „Meddy“

Unfassbarer Schlagabtausch! Fünf Matchbälle benötigte Andrey Rublev, um seinen extrem zähen Landsmann Daniil Medvedev mit 6:7 (7), 6:3 und 7:6 (7) im ersten Match der roten Gruppe am Montag zu besiegen. Das hochklassige Duell der beiden Russen war das mit Abstand beste Match des bisherigen Turnierverlaufs bei den ATP Finals in Turin.

Bereits im ersten Durchgang konnten sich die Fans die Nägel abkauen. Sieben Satzbälle ließ Rublev ungenutzt und verlor einen Durchlauf, den er eigentlich gar nicht verlieren konnte. Der Champion von 2020 wackelte zwar gewaltig, war aber immer dann voll da, wenn es wirklich darauf ankam. Dank dieser außergewöhnlichen Qualität wendete Medvevev gleich mehrfach das Blatt. So lag der ehemalige Weltranglistenerste in Satz eins bereits mit 3:5 zurück, ehe er Rublev beim Ausservieren noch abfing. Zwei weitere Satzbälle machte er beim Stand von 5:6 mit zwei präzisen Aufschlag-Vorhand-Kombinationen zunichte.  

7 Satzbälle abgewehrt! „Meddy“ gewinnt dramatischen ersten Satz

Der folgende Tiebreak war dann an Dramatik kaum noch zu überbieten. Trotz 2:6-Rückstand gelang es dem US-Open-Sieger von 2021 nochmals, sich aus der Umklammerung Rublevs zu befreien. In dieser Phase machte Medvedev keine Fehler mehr, während der Hard-Hitter seine peitschenartige Vorhand nicht mehr gewinnbringend einsetzen konnte.

Wer nun gedacht hatte, dass sich der zweite Durchgang zu einer einseitigen Angelegenheit für Medvedev entwickeln würde, sah sich allerdings getäuscht. Rublev kam nach dem Schock hochmotiviert aus den Katakomben. Beim Favoriten klemmte nun vor allem der Aufschlag. Sieben Doppelfehler im zweiten Satz waren ein klarer Beleg dafür, dass Medvedev seinen Fokus komplett verloren hatte. Logische Folge: Zwei Breaks und der Satzausgleich für den heute bärenstarken Weltranglistensiebten.

Rublev belohnt sich für Weltklasse-Auftritt

Im Finaldurchgang servierten wieder beide wie aus einem Guss. In diesem von sehr guten Aufschlägen geprägten Satz schenkten sich weder Medvedev noch Rublev einfache Punktgewinne. In dieses Bild passte auch der entscheidende Tiebreak. Gleich der erste Punkt war enorm umkämpft und ging an die Substanz. Rublev holte sich das 1:0 und einige Minuten später auch den Sieg. Verdient, weil er sein Herz in die Hand nahm, enorm stabil agierte und das höhere Risiko einging. Vor allem der letzte Punkt war spektakulär. Nach einer der vielen extrem langen Ballwechsel entschied der Rotschopf die Partie mit einem herrlichen Vorhand-Drivevolley.

Es war sein erster erfolgreicher Tiebreak gegen „Meddy“ und der zweite Sieg im sechsten Duell. In dieser Form ist Rublev auch gegen Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas alles zuzutrauen.

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(Bild (c) IMAGO/ ZUMA Wire)

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Björn Walter
am 14.11.2022 gepostet von:
Björn Walter
Redakteur
Schlägt aus dem zweiten Stock auf, kennt gute Beinarbeit jedoch nur vom Hörensagen. Tennis-Allzweckwaffe mit Herz für amüsante Geschichten abseits des Centercourts. In Redaktionskreisen als Ein-Mann-La-Ola-Welle für Rafael Nadal erprobt. Auch aktiv mit Laufschuhen und Rennrad.

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