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Murray-WAHNSINN! 5:45-Stunden-Thriller endet um 4 Uhr Nachts

19.01.2023|18:05 Uhr|von Maximilian Bohne
Murray-WAHNSINN! 5:45-Stunden-Thriller endet um 4 Uhr Nachts

Aberwitzig! Grandios! Weltklasse! In einem über fünfeinhalbstündigen Spektakel ist Andy Murray in die dritte Runde der Australian Open eingezogen. Nach 0:2-Satzrückstand kam der Schotte noch zurück und bezwang Thanasi Kokkinakis mit 4:6, 6 (4):7, 7:6 (5), 6:3, 7:5.

5:45-Stunden-Marathon mit 4:05-Uhr-Finish

Fünffach-Finalist im Einzel gegen gefeierten Doppel-Champion aus dem vergangenen Jahr. Es war ein echter Leckerbissen, den die Fans am späten Abend in der Margaret Court Arena erwarteten. Und den bekamen sie auch. Lange sah es nach einem recht klaren Sieg für Kokkinakis aus. Doch dann gab es ein weiteres Andy-Murray-Special. Ein wilder Thriller, der nach 5:45 Stunden Spielzeit (!) erst um 4:05 Uhr (!) Ortszeit ein Ende fand. 

Für Murray war es der zweite unglaubliche Marathon-Sieg in Folge nach seinem furiosen aber auch kräftezehrenden Auftakt-Spektakel gegen Matteo Berrettini. Der Schotte hatte sich in einem epischen, 4:50 Stunden langen Match mit 6:3, 6:3, 4:6, 6:7, 7:6 durchgebissen. Die Nachwirkungen davon waren allerdings kaum zu spüren. Murray rannte sich in gewohnter Manier die Seele aus dem Leib und landete viele spektakuläre Punktgewinne aus tiefster Defensive. Zunächst dominierte aber Kokkinakis. Der erste Satz ging nach frühem Break an den Australier. Den zweiten schnappte der Lokalmatador sich per Ass im Tiebreak.

Murray gewinnt Ballwechsel des Tages

Richtig kurios wurde es ab dem dritten Satz. Kokkinakis ging mit dem Break zu null früh in Führung und schien drauf und dran, nun den Deckel draufzumachen. In einem aberwitzigen Ballwechsel gelang Murray aber das prompte Rebreak. Zwei tiefe Angriffsbälle grub der 35-Jährige aus der Ecke, ehe er drei (!) Schmetterbälle in Folge zurück ins Feld hob. Der letzte so lang, dass sein Gegner and die Grundlinie zurückweichen musste und eine Vorhand vergab. Murray ließ sich vom begeisterten Publikum feiern, Kokkinakis kassierte eine Warnung für das Zertrümmern seines Schlägers.

Doch es wurde noch wilder. Kokkinakis schnappte sich bald erneut das Break und servierte bei 5:3 zum Match. Aber wieder - wen wundert es noch - schlug Murray zurück. Ein weiterer Tiebreak musste her. Murray schnappte sich zum 6:5 seinen ersten Satzball. Kokkinakis antwortete mit einem starken ersten Aufschlag - und einem unfassbaren Fehler bei einem leichten Volley direkt am Netz, den er seitlich ins Aus schob. Nach einem 82-minütigen Durchgang und schon dreieinhalb (!) gespielten Stunden war um kurz vor zwei Uhr nachts alles wieder offen.

Krimi wird zum 5-Stunden-Thriller

Wer dachte, dass Murray nach nun schon über acht Stunden Tennis in zwei Partien die Puste ausging, der irrte. Der zweifache Olympiasieger nahm sich eine kurze Pause, kehrte mit erhobener Faust auf den Platz zurück und machte da weiter, wo er Minuten zuvor aufgehört hatte. Im ebenfalls sehr engen vierten Satz fiel das entscheidende Break zum 4:2 für Murray. Nach weiteren 70 Minuten musste ein Entscheidungssatz her. 

Die Zuschauer, die auch nach drei Uhr noch im Stadion waren, sorgten weiterhin für unglaubliche Atmosphäre. Und die Spannung ließ keinen Deut nach. Beide Akteure kitzelten die letzten Prozente aus sich heraus und hangelten sich an ihren Aufschlagspielen durch den Satz. Es war vier Uhr morgens, als Andy Murray seinen vierten Breakball des Spiels mit einem Vorhand-Winner Inside-Out schließlich zum Break zum 6:5 verwandelte. Es war die Entscheidung. Minuten später verwandelte "Sir Andy" mit einem Rückhand-Winner zum Matchgewinn. In einem Spiel, das keinen Verlierer verdient hatte.

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(Bild © IMAGO / UK Sports Pics Ltd)

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Maximilian Bohne
am 19.01.2023 gepostet von:
Maximilian Bohne
Redakteur
Maximilian ist seit seiner Kindheit begeisterter Sportfan und Tennisspieler. Nach dem Abitur hat er sich dazu entschieden, seine beiden Leidenschaften, den Sport und das Schreiben, zu verbinden.

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